TALENTS FROM LUXEMBOURG

Als das Minialbum “Oceans” bei uns in der Redaktion landete, waren wir alle sehr überrascht. So perfekt und gefühlvoll klangen die sieben Songs, dass sich jeder im Team einig war, das wird das Newcomer Album des Monats. Grund für Musikchefin Nina Wagenaar sich mal mit Sängerin Laetitia Koeneer zu unterhalten.

 

Listen to Haiti – 11/2/2017 Rockhal/ Julie gato

C&D: Erzählt uns bitte etwas über eure Bandgeschichte.

 

Laetitia: Vor ein paar Jahren habe ich Gitarre in unterschiedlichen Bands gespielt. Aber die Musik die ich dort gespielt habe hat mich nie wirklich ausgefüllt. Das war der Zeitpunkt an dem ich mich entschlossen habe meine eigenen Lieder zu schreiben. Als ich kein Soloartist mehr sein wollte habe ich Jérôme (Keys) und Gilles (Drums) gefragt ob wir nicht eine Band gründen wollen. Einige Monate später kam Sacha (Bass) als viertes Mitglied der Band. Nachdem wir unsere erste EP aufgenommen hatten, fragten wir Nicolas (Gitarre) ob er sich uns anschließen wollen würde. Denn wir wollten einen stärkeren live Sound haben.
C&D: Erzählt uns etwas über die Musikszene in eurer Heimatstadt?

Laetitia: Da Luxemburg ein kleines Land ist, ist es sinnvoller über die gesamte Musikszene zusprechen In Luxemburg gibt es eine Menge von großartigen Bands und es ist ziemlich einfach sich in die Musikszene zu integrieren, da es den ganzen Sommer über Konzerte gibt und viele Konzertbars. Außerdem sind viele Radiosender sehr hilfreich und versuchen die Musikszene zu verbreiten.

C&D: Ihr habt euer Album privat gepresst. Gibt es kein Label, das sich für eure Musik interessiert?

Laetitia: Um ehrlich zu sein, und ich will nicht arrogant klingen dabei, aber wir haben uns nie nach einem Label umgeguckt, da wir von niemandem als uns selbst abhängig sein wollen. Unser Traum ist es nicht, bekannt zu werden, wir wollen bloß die Musik spielen die wir lieben und um die wir uns sorgen und natürlich Spaß zu haben.

C&D: Bitte gebt unseren Lesern einen Eindruck von euch und eurem neuen Album.

Laetitia: Wir spielen melancholischen Rock, aber wir versuchen immer abwechslungsreiche Songs zu schreiben. Außerdem haben wir die Wichtigkeit der instrumentellen Parts hinzu.

Die zweite Veröffentlichung “Oceans” hat, dank Nicolas, einen stärkeren Sound und die Texte und das Arrangement ist gereift. Genauso wie seit der Aufnahme unsere ersten EP “Rivers”, einiges Wichtige in unseren Leben verändert hat.

C&D: Bei wem wurdet ihr musikalisch beeinflusst? Ich höre etwas von LEONARD COHEN aus einigen eurer Songs heraus, aber keine der Bands die ihr auf eurer Homepage aufgelistet habt, hat euch wirklich beeinflusst.

Laetitia: Ich denke, dass einen jede Band oder jeder Artist beeinflusst, den man hört. Aber das muss nicht immer bedeuten, dass er direkt in deiner Musik zu hören ist. Ich habe nicht beabsichtigt wie COHEN zu klingen oder so zu schreiben wie er, einfach, weil es unmöglich ist. Aber für mich ist klar, dass der melancholische Part in meinen Texten das Resultat meiner Liebe zu COHEN ist. Es ist das gleiche, wenn man sich Nicolas Gitarrensound bei “Mindfulness”, dem instrumentalen Opener von “Oceans” anhört. Er hat uns nie gesagt, dass er wie DAVID GIMLOUR klingen will, aber, wenn man sich einige seinen Gitarrensound anhört, dann hört man eindeutig den PINK FLOYED Einfluss heraus. Für mich bedeutet, die Beeinflussung von jemandem nicht automatisch, dass ich wie er klingen muss oder will.

C&D: Euer Songwriting ist absolut exzellent. Das ist auch der Grund warum euer Album, Album des Monats im letzen CUTE AND DANGEROUS geworden ist.

Laetitia: Danke, wir schätzen euren Support. Für uns ist es wirklich wichtig, dass wir authentische Musik machen, die eine Seele hat. Deshalb sind wir wirklich glücklich über die Rückmeldung die wir bis jetzt bekommen haben.

C&D: Hast du irgendwelche  Liveerfahrungen in anderen Ländern?

Laetitia: Wir haben ein paar Festivals in Frankreich und Belgien gespielt, und ich muss sagen, dass die Menschen sehr offen und freundlich sind. Wir hatten so viel Spaß und können es nicht erwarten wieder dort zu spielen.

C&D: Gibt es Orte an denen ihr gerne spielen würdet?

 

Laetitia: Ich würde gerne eines Tages in Paris spielen. Ich habe dort fünf Jahre gelebt und vermisse die „Stadt der Lichter“ schon manchmal. Aber ich würde auch gerne nach London gehen, da England eine große Rolle in der Geschichte des Rocks spielt.  Natürlich würden wir auch gerne ein paar Auftritte in Deutschland haben, unser letztes Konzert dort musste leider abgesagt werden, da der Sänger der Hauptband erkrankt war.

C&D: Wo siehst du die Band in fünf Jahren?

Laetitia: Ich denke, dass wir immer noch Songs schreiben werden, Auftritte haben und Pizza essen, haha. Wie ich vorhin schon sagte, wir haben nicht das Verlangen berühmt zu werden, also können wir die Musik machen, die wir lieben ohne zum Erfolg gezwungen zu werden.

C&D: Was befindet sich auf deinem Ipod?
Laetitia: Am meisten Rock und Singer-Songwriter wie AEROSMITH, GUNS ‘N ROSES, BON JOVIE, ALTER BRIDGE, DAMIEN RICE, LEONARD COHEN, TOM ODELL aber auch Bands wie MUMFORD AND SONS. Ich bin sehr aufgeschlossen, wenn es um Musik geht und füge mich nicht in ein bestimmtes Genre.

 

Kontakt: http://gobybrooks.com/

 

Und wer jetzt Interesse bekommen hat sich GO BY BROOKS mal live anzusehen, hier sind die kommenden Tourdaten:

 

  1. Juni Saarbrücken – Saarklang Festival
  2. Juni Trier – Altstadtfest

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