REDEFREUDIG

SEMPERFIELD auf zum Taubertal

Aus dem Proberaum heraus  haben sie Emergenza gewonnen und jetzt rocken sie das Mega Taubertal-Festival. Grund genug für ein erstes Gespräch.

C&D:   Ihr habt ja bei Emergenza mitgemacht und gewonnen. Habt ihr das erwartet?

Max:    Nein. Also es war das geringste womit wir gerechnet haben. Wir haben gesagt, dass uns ein paar Mikrofonständer schon reichen würden. Ich meine, wir kannten die Konkurrenz an dem Abend von den vorherigen Runden und wir wussten wie Leistungsstark die andere Band sind. Deshalb haben wir uns eher im Mittelfeld gesehen. Das wir nun wirklich der Gesamtsieger aus dem Nordosten sind, damit haben wir nicht gerechnet

Calvin: Bei der letzten Probe haben wir auch gesagt, dass wir jetzt froh sind, dass es vorbei ist. Weil der Stress mit dem Kartenverkaufen ist echt doof gewesen. Das ist eben bei vielen Veranstaltern ja auch so, sie geben dir eine bestimmte Anzahl an Karten die du verkaufen kannst und das ist deine Gage. Dann hängt es eben an dir, wie viel du verdienst und so ist er hier eben auch gewesen. Deshalb haben wir gesagt, gut dann war es das jetzt und dann haben wir es hinter uns.

Paul:    Wir hatten sogar noch einen Gig für das Wochenende, wenn das Taubertalfestival ist, den wir nicht abgesagt haben, weil wir eben damit nicht rechneten.

Max:    Wir haben bei der Probe sogar noch gesagt, egal was passiert an dem Abend im Columbia Theater, wir gehen mit einem Lächeln raus. Wir haben mit tollen Leuten gespielt, in Hammerclubs, wo auch andere größere Bands gespielt haben und wir haben noch nie so viele Leute vor der Bühne gehabt, die auch mitmachen, wie bei Emergenza. Und das wir jetzt beim Taubertal spielen dürfen, ist für uns eine Ehre.

C&D:   Seid ihr aufgeregt?

Max:    Ja.

Paul:    Joa, doch schon, ein bisschen.

Calvin: Joa schon etwas. Aber ich glaube das kommt dann, wenn wir auf der Bühne stehen. Wir hatten durch Urlaub jetzt wenig Zeit zum Üben, das habe wir jetzt erst in den letzten Tagen vorm Taubertal gemacht. Wir haben bei den Proben jetzt nicht so die Patzer, oder das Verlangen, dass alles richtig laufen muss. Wir freuen uns einfach darauf, beim Taubertal Musik zu machen, und wem es nicht gefällt, der muss ja nicht stehen bleiben. Aber ich glaube, dass ist auch so ein wenig unsere Bandmoral. Man kann es eben nicht jedem recht machen.

Max:    Und wenn jemand merkt, dass er heute nicht so in Form ist, der schraubt eben etwas runter und spielt sein Instrument dafür aber sicher durch das gesamte Konzert, das ist uns wichtig. Sich jetzt selbst verrückt zu machen, weil wir lange nicht geprobt haben, wäre verrückt.

Calvin: Ich denke, dass so dann auch die Fehler kommen.

C&D:   Welche Location hat euch denn von Emergenza am besten gefallen?

Paul:    Das SO36.

Max:    Ja, das SO36 fand ich gut. Weil da einfach eine große Maße an Menschen waren. Das Bi Nuu war auch eine irre Lokation für uns, weil wir einfach vorher nie wirklich auf größeren Bühne gespielt haben. Da war das Publikum allerdings nicht so toll, weil wir als letzte Band gespielt haben an dem Abend. Da waren leider nur Bekannte von uns, das war im SO36 einfach anders, weil dort mehr Menschen waren. Das war das erste Mal für uns und einfach irre. Genau wie im Columbia Theater. Das fand ich auch sehr gut.

Calvin: Ich muss sagen, dass ich das SO36 vom Stagefeeling her ziemlich cool fand. Jeder der sich in unserer Musikrichtung bewegt, kennt das SO36 und will dort mal spielen. Im Columbia Theater fand ich die Technik besser, aber der Backstage war dafür ziemlich klein. Aber das waren so die beiden Toplokations.

Paul:    Ja, das SO36 fand ich auch gut, einfach vom Publikum her.

Calvin: Im SO36 gab es eine Stelle, die mir ziemliche Gänsehaut bereitet hat. „Dusty Paradise“ ist so das favorisierten Lied der Fans. Es gibt am Ende des Liedes einen Part wo alle mitsingen können. Und im SO36 war die Crowed lauter als meine Gitarre, das war einfach der Wahnsinn.

C&D:   Warum wolltet ihr bei Emergenza mitmachen?

Calvin: Naja aus dem Grund warum uns Emergenza so gut gefallen hat. Einfach in coolen Locations spielen mit Technik die wir uns einfach noch nicht leisten können. Und auch einfach professionell abmischen lassen. Aber auch vor größerem Publikum spielen.

Paul:    Was wir uns nicht erträumt haben.

Calvin: Ja, uns ging es am Anfang nur darum, dass wir mal in Berlin im Bi Nuu gespielt haben, und das kann man dann rumerzählen.

Max:    Es sind die kleinen Dinge, die es toll machen. Einfach mal jemanden Professionellen zu haben, der einen die ganze Zeit begleitet ist toll.

C&D:   Und wie habt ihr zueinander gefunden?

Calvin: Wir kennen uns alle aus der Schule. Es gibt da so eine Musikveranstaltung die heißt Musiklager, wo man eben Lieder eingeprobt hat für Abibäller etc. Und ich hatte mal ein Lied geschrieben zu Hause und habe zu Max gesagt komm, jetzt dich ans Schlagzeug wir spielen das mal. Das hat mir gut gefallen und ich bin dann mit Max zusammen in den Proberaum meiner alten Band gefahren. Nachdem jammen haben wir dann gesagt, dass wir jetzt eine Zweimann Band sind.

Max:    Wir hatten keinen Namen und haben dann unseren Bekannten davon erzählt, so haben wir Auftritte bekommen. Wir haben zuerst Covers gespielt, aber die Bekannten meinten eben es fehlt etwas, und so haben wir dann Paul gefragt.

Paul:    Ja, ich habe bei diesem Schulprojekt Bass gespielt. Aber relativ simple. Ich konnte ebenso gut wie gar nichts. Das war dann so vor 1 1/5 Jahren.

Max:    Wir haben gesagt, dass Paul sein Niveau halten soll. Weil wenn Calvin und ich mich weiterentwickeln, dann muss er auch weiter mitkommen. Man sieht deutliche Unterschiede zu unseren ersten Auftritten.

Calvin: Ich glaube das kam auch mit dem Namenswechsel.

Paul:    Es gibt ein Gemälde, das Sugars Blues heißt. Der Name steht unter Copyright, deshalb mussten wir uns umbenennen. SEMPERFIELD ist auch nur durch einen Schreibfehler zustande gekommen. Ich wollte ursprünglich Semper fi vorschlagen, aber mein Handy hat daraus SEMPERFIELD gemacht.

Calvin: Max und ich haben sofort gesagt, ja das ist unser Name, auch wenn er keinen Sinn ergibt. Aber welcher Bandname tut das heutzutage schon?

C&D:   Wo wollt ihr denn mal hin mit der Band?

Max:    Ich denke, dass ist die einfachste Frage für alle Bands. Nach ganz oben. Wir wollen einfach so viele Menschen wie möglich mit unserer Musik erreichen. Dass man mit Musik nicht mehr das große Geld machen kann, wissen wir alle, aber einfach viele Menschen zu erreichen ist toll. Wir möchten einfach die Menschen mit unserer Musik erreichen und dass wir diese Menschen erreichen und diese Menschen mit unserer Musik zu begeistern.

Calvin: Wir möchten die Menschen auch ein Stückweit aus ihrem Alltag rausholen. Einfach, dass sie bei unseren Konzerten die Sau raus lassen können und eine tolle Zeit hatten.

C&D:   Habt ihr noch etwas für eure Fans?

Paul:    Ein riesengroßes Dankeschön für die Unterstützung.

Max:    Danke an die Leute, die uns Unterstützen, vor allem jetzt bei Emergenza. Auch an die Leute, die durch Mund und Internetpropaganda verbreitet haben, dass wir spielen etc. Wir zwingen niemanden zu unseren Konzerten zu kommen sondern fragen immer, ob sie Lust haben etc..

Calvin: Und wir haben Leute, die extra ihre Urlaubstage für uns verplant haben, weil sie uns unterstützen wollten. Das ist sehr wertvoll für uns.

 

Dankeschön!

 

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