MEGA ROCKER

MIRRORPLAIN VERLOREN IM PARADIES

 

Mit „Lost in paradise“ (Fastball) ist den Mannen aus dem Sauerland ein großer Kracher gelungen. Siehe dazu auch die CD des Monats auf Seite 20. Aus dem Grund haben wir uns auch gleich mit Bassist Sascha Drendel unterhalten, um mehr Infos zu der neuen Veröffentlichung zu bekommen.

 

TO GO: Was ist im letzten Jahr passiert, nachdem Euer Debüt „Path of salvation“ Ende 2017 erschienen ist?
Hallo Nina, vorab erst einmal danke für das Interview. Seit unserem Debüt ist so einiges passiert.
Kurz gesagt war es ein stetiges Durcheinander von Höhen und Tiefen durch die, die Band im generellen zusammengewachsen ist. Direkt zum Release des Albums spielten wir eine Clubtour bis ins erste Quartal 2018, indem wir auch Erfahrungen im Ausland sammeln durften. In dieser Zeit nahmen wir unseren Gitarristen Jan Ackerschott als vollwertiges Mitglied in unsere Standardbesetzung auf. Dann fing die Festivalsaison an und auch da griffen wir das ein oder andere Festival ab, bevor es dann im Juni zu unserem ersten TV Auftritt in Österreich (GoTV) ging. Danach bzw. währenddessen kam dann das größte Tief der kompletten Bandgeschichte. Während des Aufenthalts in Österreich wurde unser Proberaum um unser komplettes Equipment erleichtert.
Über die Diebe und unser gestohlenes Equipment wissen wir bis heute noch nicht mehr. Aber wir wären nicht wir wenn wir uns so leicht unterkriegen ließen. Wir starteten eine Crowdfundingaktion und die wurde, dank unserer Fans, zu einem vollen Erfolg. Das Interessanteste an der Sache ist, wir
sind durch diese Sache enger zusammengewachsen als je zuvor. Nachdem wir uns einigermaßen davon erholt hatten, spielten wir hier und da noch ein paar Gigs und machten parallel mit dem Song-
writing für „Lost In paradise“ weiter. Zudem war es uns vergönnt zum ersten Mal mit einer echten Legende die Bühne zu teilen. Wir traten Ende 2018 mit Ian Paice (Deep Purple) auf, der zu der Zeit auf Europa-Tour mit einer Tribute-Band war. Alles in allem eine erfolgreiche und schöne Zeit. Der ganz normale Wahnsinn halt.
TO GO: Der Nachfolger „Lost in paradise“ ist erschienen. Wie zufrieden seid Ihr?
Eigentlich kann man bei uns nie für alle sprechen, in diesem Fall kann man da eine Ausnahme
machen und sagen, es gefällt wirklich jedem. Selbstverständlich hat jeder seine ganz persönlichen Highlights auf dem Album und legt auf andere Aspekte wert, was im Endeffekt dazu führt, dass wir uns anhören wie wir uns anhören. Die Zusammenarbeit mit Hilton Theissen (Wide Noise Studios) trug natürlich im Aspekt des Sounds auch signifikant dazu bei. All in all ein spezieller Sound, für eine spezielle Band. Mal weg vom Sound, nicht weniger wichtig ist das Design der ganzen Scheibe. Das Design wurde von Guido Michallik, Silberfalke Media erstellt, den wir als festen Partner im Bereich ‚Medien‘ rekrutieren konnten und der einen wunderbaren Job macht. Passend zu dem Rest ergänzt das Design unser neues Album perfekt und rundet die ganze Sache ab.
Mit anderen Worten, wir sind rundum zufrieden!
TO GO: Was habt Ihr textlich für das zweite Album verarbeitet? 
Im Album geht es generell darum, dass sich jeder mal selbst fragt, leben wir nicht schon im Paradies?! Alle schwärmen höheren und besseren Zielen hinterher, aber ist das wirklich auch das Paradies nach dem man sucht? Man sollte das schätzen was man hat und den Wohlstand genießen, den man besitzt. Seit der Schreibphase für „Lost In Paradise“, weiß ich Dinge wie Familie, Freunde, die Band an sich, mein zu Hause, usw. viel mehr zu schätzen. Die Lyrik soll zum Nachdenken anregen. Diese krasse „Rockröhre“ von unserem Sänger ist nämlich mehr als nur das. Hinter den Texten stehen Emotionen und Verstand. Nur wer mit dem Herzen und Leidenschaft arbeitet kann diese Sache mit dieser Intensität singen und an den Mann bringen. Das gilt im Übrigen auch für jedes andere Instrument. Christian hat ein riesiges Spektrum an Gefühlen in den Texten. Sie reichen von Liebe über Zusammenhalt bis hin zu Angst und Verzweiflung. Alles Emotionen die uns Tag für Tag begleiten, selbst im Paradies.

 
TO GO: Wie kam es zu der Supporttour mit QUEENSRYCHE und FIREWIND?

An dieser Stelle haben wir etwas Glück gehabt. Man steht immer zwei Problemen gegenüber bei solcherlei Organisationen, tourt die besagte Band in dem Zeitraum und gefällt denen unsere Musik. Denn das letzte Wort über die Supportbestätigung hat in der Regel auch die Band selbst. Aber selbst diese Sache haben wir überstanden und konnten überzeugen. Hinzu kam, dass wir eigentlich für einen anderen Support angefragt haben und uns daraufhin der jetzige Slot angeboten wurde, was auch sehr untypisch und riesiges Glück ist. Es gibt zwei Möglichkeiten, du tourst oder du tourst nicht, dazwischen gibt es in der Regel keine Grauzone, wie in diesem Fall. Mit so einem großen Supportslot hätten wir nie gerechnet. Da wir alle Berufstätig sind, brauchte noch jeder Urlaub, auch das lief ohne Probleme über die Bühne.
TO GO: Was können wir in der 2. Jahreshälfte von Euch erwarten?
In der zweiten Jahreshälfte werden wir erst einmal einen großen „Homecoming“ Gig, gebührend für unsere Fanbase in der Heimat veranstalten. Selbstverständlich darf jeder kommen egal wo her. Wichtig war für uns bei dieser großen Tour, auf keinen Fall unsere Heimat zu vernachlässigen. Danach ist eine Clubtour durch Clubs und Kneipen geplant, wo genau und in welcher Häufigkeit bleibt abzuwarten, in der Richtung planen wir noch alles.
TO GO: Wollt Ihr noch etwas loswerden? 
Was wären wir für eine Band, wenn nicht unseren Gönnern danken würden, bei einer solchen Gelegenheit?! Hier nochmals ein großes Dankeschön an unser Label ‚Fastball Music‘ und die Herren von ‚MTB‘ (Musik-Talent-Box) die uns seit 2017 in jeder erdenklichen Weise unterstützen. Und natürlich auch jedem Fan der uns in jeder Phase der Band begleitet hat. Wir hoffen auf noch viele schöne Jahre des Zusammenseins und prophezeien hier, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist.

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