ETWAS GANZ BESONDERES

TO BE IN LOVE WITH A STRADIVARI, MEANS TO BE IN LOVE WITH ARABELLA STEINBACHER

Arabella Steinbacher, copyright Shotview

 

ARABELLA STEINBACHER und ihre „Booth“ Stradivari von 1716 sind eins. Wenn sie zusammen harmonieren entwickeln Klassiker neue Klangmuster, alte Meister werden durch ihre Leidenschaft zum Leben erweckt und der CD Player wird zur persönlichen Elbphilharmonie.

 

“Arabella Steinbacher … gehört ohne Zweifel zu den führenden Geigerinnen unserer Zeit”, sagt das Deutschlandradio

„Zu ihren Qualitäten zählen nicht zuletzt eine glänzende Technik sowie eine wunderbare, breit gefächerte Palette an Klangfarben“, sagt die NEW YORK TIMES

„Ein unendlicher Genuss“, sagt KARSTEN WALLERT, GENUSS TO GO

 

Karsten Wallert sprach mit Arabella Steinbacher

 

 

GTG: In ihrer Musik, aber auch schon in ihrer Familie spielt Richard Strauss eine ganz besondere Rolle. Können Sie unseren Lesern bitte etwas über die Entstehung und die Rolle dieses weiteren „Familienmitglieds“ erzählen.

Ich bin mit Gesang aufgewachsen -meine Mutter kam damals aus Japan nach Deutschland, um Gesang zu studieren; mein Vater war zwischen 1960-72 als Solorepetitor an der Münchner Staatsoper tätig, wo er unter anderem eng mit Carlos Kleiber zusammenarbeitete. Da er Richard Strauss‘ Musik besonders liebte, gaben meine Eltern mir den Namen „Arabella“ (zum Glück nicht Salome).

 

GTG: Auch Ihr neues Album thematisiert die Werke von Richard Strauss. Wie sind Sie bei der Auswahl der Stücke vorgegangen?

Der Anstoß war die berühmte Arie der Arabella „Aber der Richtige…“ und auch wenn ich als Geigerin natürlich den Text nicht singen kann, ist die Geige der Stimme sehr ähnlich. Außerdem wollte ich meine Lieblingsarie so gerne einmal einspielen. Also haben wir gemeinsam mit Larry Foster und dem WDR Sinfonieorchester andere Werke von Strauss drum herum gebaut. 

 

GTG: Bitte erzählen Sie unseren Lesern wie sie grundsätzlich an ein neues Album gehen. Dabei interessiert uns vor allem die Auswahl von Stücken, die Zusammenstellung der Musiker und zuletzt auch das Cover Design.

Mit PENTATONE habe ich großes Glück die Freiheit zu genießen, meine Wunschwerke einzuspielen. Das ist heute kaum noch möglich, da die meisten Labels auf Sicherheit gehen und lieber die großen Schlager rausbringen möchten. 

Am Anfang ist die Idee der Werke, dann besprechen wir uns und überlegen gemeinsam, mit welcher Besetzung es ideal wäre. Am Ende wird das Cover Design entworfen, das zur Musik passen sollte.

 

GTG: Ihre Historie ist ein Dokument voller Auszeichnungen und den Stationen die sich junge Violinisten wünschen. Gibt es für Sie ein Ereignis oder eine Begegnung, die aus einem bestimmten persönlichen Grund mehr als „besonders“ war?  

Da kann ich schwer nur eines herausheben… aber eine besondere Erfahrung war in Japan nach der Tsunami Katastrophe im Jahr 2011 zusammen mit der Hilfsorganisation CARE, als ich für die Menschen in den Notunterkünften und für Schulkinder nördlich von Sendai Konzerte gegeben habe. Die Kraft der Musik so unmittelbar zu spüren, war für mich ein tiefes Erlebnis.

 

GTG: Wenn man eine echte Stradivari spielen darf, wenn auch nur leihweise, kann man das Gefühl beschreiben?

Es ist als ob man ein altes Gebäude voller Geschichte betritt, man spürt was es schon alles erlebt hat, eine alte Seele voller Geheimnisse.

 

GTG: Denkt man beim Spielen auch mal daran „bin ich ausreichend versichert“?

Zum Glück nicht! Die Geige ist zwar versichert, aber nichtsdestotrotz passe ich auf sie auf wie auf ein Kind.

 

GTG: Welcher musikalische Wunsch ist bei Ihnen bis dato unerfüllt?

Ehrlich gesagt war es seit meiner Kindheit mein Wunsch, Musik zu machen und sie mit Anderen teilen zu können. Das möchte ich tun solange ich lebe und ich freue mich auf viele weitere musikalische Erlebnisse und Begegnungen in der Zukunft.

 

GTG: Möchten Sie unseren Lesern noch etwas mit auf den Weg geben?

Ich wünsche mir, dass die Menschen immer offen bleiben und sich die Zeit nehmen, sich auf Musik einzulassen. In der heutigen Zeit, die immer schnelllebiger wird, ist das wichtiger denn je.

 

GTG: Vielen Dank für das Gespräch.

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