BOOL UNCUT

BOOL Interview by Nina Wagenaar

 

 

C&D: Bitte stellt Euch doch mal unseren Lesern vor.

Jeg: Hallo Nina, hallo Berlin, wir sind Didi (Gesang, Gitarre), Michael (Gitarre), Marc (Bass) und ich, Jeg (Schlagzeug) von BOOL eine Rockband aus Duisburg, dem wunderschönen Ruhrpott. Die grüne Lunge des Ruhrgebiets wie man so schön sagt.

 

C&D: War für Euch von Anfang an klar, dass Ihr englisch singt – und wäre deutsch eine Alternative?

Didi: Nina, Du bist nicht die erste die gerade fragt, aber von uns war von Anfang an klar, dass wir englische Texte machen, da sie für uns leichter von den Lippen gehen. Wir sagen nicht generell „Nein“ zu deutschen Texten, vielleicht werden wir auch mal eine Platte auf Deutsch machen, wer weiß, aber es muss alles zusammen passen. Zurzeit ist ja die zweite Neue Deutsche Welle da und Songs mit deutsche Texte sind gerade viel zu hören, aber wir bleiben unserer Linie erst einmal treu.

 

C&D: Euer drittes Album ist gerade erschienen und heißt FLY WITH ME. Bitte erzählt unseren Lesern etwas über die Entstehung.

Didi: Nachdem wir den Produzenten Jon Caffery (produzierte u.a. Die Toten Hosen, Einstürzende Neubauten) kennengelernt hatten und es fest stand, das wir mit ihm ins Studio gehen, begangen die richtigen Arbeiten zum neuen Album. Jon war sehr oft im Proberaum. Wir haben lange über alles Mögliche gesprochen – was wird passieren? Wie geht es weiter? In welches Studio gehen wir?

Ab diesen Zeitpunkt war Jon das paar neuer Ohren um die gewisse Betriebsblindheit auszumerzen und das tut richtig gut, wenn jemand dabei ist der objektiv ist. Der auch noch mal die Struktur des Songs hinterfragen, obwohl der eine oder andere Song für uns eigentlich so fertig war. Die Vorproduktion fand in den Sonic Ballroom Studios in Köln statt das auch 2-3 Wochen gedauerte. Wir mussten uns recht beeilen, denn der Termin für den Studiostart stand schon für Januar fest. Statt Weihnachtsklänge wurde es laut und man konnte bereits merken wo es hin gehen wird.

Im neuen Jahr, genau am 08. Januar, sind wir dann ins Maarwegstudio2 (ehem. EMI) in Köln, beim Betreiber und Produzenten Wolfgang Stach (produzierte u.a. Guano Apes, Jupiter Jones), eingezogen. Ein tolles Gefühl. Wir haben noch nie in einem solchen Studio aufgenommen. Während das Schlagzeug aufgebaut wurde, erkundeten wir das Studio. Eine Ambiente wie du es aus einem gemütlichen Wohnzimmer her kennst – bequem, gemütlich, zum Atmen, zum Abschalten und ganz wichtig, um Musik zu machen und um zu Arbeiten. Hinzu kam, dass wir die Zeit hatten, die wir für die Aufnahmen benötigten. Das beruhigt schon ein bisschen. Ungestört und abgeschnitten von der Außenwelt wurde erst einmal ein Fass aufgemacht. Und am nächsten Tag ging es los. Nur Jeg musste sich etwas zurückhalten, da er als Schlagzeuger früh morgens als erster dran war und für die nächsten Tage Trommeln musste was das Zeug hält. Dann folgten Bass und die Gitarren und keiner von uns hatte mehr ein Zeitgefühl welcher Wochentag es war. Trotz der disziplinierten harten Arbeit und wenig Schlaf blieb der Studiokoller aus. Die Stimmung war die ganze Zeit richtig gut. Wir durften auch erfahren, dass unser Marc, ein begnadeter Koch ist. Alles wurde von Ihm frisch zu bereitet, richtig geil. Als ich mal mit dem Kochen dran war gab es Spagetti mit einem Glas fertiger Soße. Ging gar nicht und Zack, Marc übernahm wieder. Ich hatte während der ganzen Studiozeit richtig gesund gelebt. So esse ich zu Hause noch nicht einmal.

Zum Abschluss der Aufnahmen nach knapp 3 Monaten haben wir noch 2 Songs mit 18 Streichinstrumenten, unter der Leitung von Michel Hartwig, abgerundet. Das gibt der Platte noch einen kleinen Hauch von Eleganz. Es war für uns das erstmal mit einem Orchester zu arbeiten, aber es hat richtig gut geklappt und wir sind da sehr stolz drauf.

 

 

C&D: Was hat es mit dem Titel auf sich?

Jeg: Wie bei all unseren Titeln muss er in erster Line gut klingen, so wie auch bei „No Return“ oder „My Spirit“. Beim Hörer soll das Kopfkino angehen. Du liest oder du hörst den Titel und machst dir deine Gedanken dazu. Was wollen die Jungs mir damit sagen? Warum dieser Titel? Wir hoffen, dass es uns das mit diesem Album-Titel „Fly With Me“  auch wieder gelungen ist?

Für uns letztendlich ausschlaggebend war, dass wir alle mit auf unsere Reise nehmen wollen.

Eine Reise die aus unserem Bilder-Kosmos besteht, dabei treffen wir auf die verrücktesten Dinge außerhalb unseres hier und jetzt. Anormale Dinge, aber auch Dinge aus der Realität.

Dieser Flug mit uns zu einem Ort deiner Fantasie, deiner Träume ist irgendwie das Sinnbild der Platte und bedeutet für jeden was anderes. Du kannst mit uns aus dem Alltag flüchten oder wir verleiten dich zum Nachdenken. Du möchtest etwas bewegen, etwas verändern oder einfach mal aus deiner aktuellen Situation ausbrechen? Dann tu es. Sei Du selbst, sei verrückt und steh dazu, komm mit uns. Fly With Me!

 

C&D: Hattet Ihr mehr Songs geschrieben, als verwendet wurden?

Jeg: Ja natürlich. (*lach…) wir hatten ja auch ein wenig Zeit zwischen den beiden Platten „My Spirit“ und „Fly With Me“. Wir haben auf dem Weg zu Fly With Me viele Songs geschrieben.

Es gab Songs da waren sich alle einig, das sind die Nummern die ein sehr gut bekommen haben. Es gab Nummern die uns nicht ganz so gut gefielen und die Songs aus dem Mittelfeld.

Wir liegen geschmacklich sehr nah bei einander, das man da schon schnell auf einen Nenner ist, wo wir die Songs einsortieren.

In Zahlen gefasst hatten wir eine Menge Songideen da liegen, wovon wir nur 20 Songs für die Platte angedacht und letztendlich 15 Songs mit ins Studio nahmen. 13 Tracks davon sind dann auf „Fly With Me“ gelandet – im wahrsten Sinne des Wortes. Während der Studioarbeit merkt man auch, dass nicht jeder Song sich richtig angefühlt um mit aufs Album zu kommen, ein anderer dafür umso mehr.

Wir haben teilwiese im Studio noch Songs umgeschrieben, bis sie für uns optimal klangen.
C&D: Was wollt Ihr mit Euren Texten bewegen?

Didi: Die Texte schreibe hauptsächlich ich. Sie entstehen meist spontan, aus einem Gefühl oder einer Laune heraus. Wir sprechen über Liebe, Tod, Verzweiflung, Dinge die hier im Land oder in der Welt nicht optimal funktionieren oder über uns, was uns so beeinflusst. Zum einen wollen wir die Leute zum Nachdenken animieren, manchmal direkt und manchmal durch die Blume. Wenn ich Texte schreibe hat es auch immer so was Therapie mäßiges, ich schreib mir was von der Seele und es tut gut. Aber es gibt auch Texte mit denen wir die Leute einfach nur aus dem Alltag reißen wollen, ohne tieferen Hintergrund. Wir wollen auch keine Texte erklären, sondern wir finden es viel Interessanter, wenn Leute einem sagen, wie sie die Texte verstanden oder interpretiert haben. Das Album „Fly With Me“ hat eine ganz große Bandbreite, so viele Fassetten, wo sich der eine oder andere Fan vielleicht erst noch dran gewöhnen musste. Von Ruhig und Zart bis Hart und den Tritt in den Arsch.

Wir sehen das als was ganz wunderbares und Positives. Dieses Album „Fly With Me“ bereichert das Spektrum der Band BOOL, wir haben durch diese Platte ein noch breiteres Feld auf das wir zurückgreifen können. Wir können die Live Konzerte noch geiler gestalten. Ein Konzert von uns hat ja eine gewisse Dramaturgie, man will ja nicht nur Kick Ass oder Revolution sondern da gibt es auch Momente die Still und Intimität.

 

 

 

 

 

 

 

C&D: Wieso kam das Album erst jetzt im 10ten Bandjahr, nach acht Jahren Albumpause?

Jeg: Erst mal Mega vielen Dank an alle die uns die 10 Jahre begleitet und unterstützt haben. Es sind so viele unvergessliche Momente dabei und freuen uns auf viele weitere wahnsinnige Jahre mit Euch! Zurück zur Albumpause, obwohl es ja keine wirkliche war. Wir sind zwar eine extrem sympathische Band, aber nicht immer die schnellste. Ja, 8 Jahre ist schon lang und war auch etwas länger als es sonst dauert bis von uns was Neues auf den Plattenteller kommt. Der Rhythmus ist ja eigentlich immer so, wenn ein neues Album rauskommt, dann fährt man ungefähr für 2 Jahre durch die Gegend und spielt Konzerte etc. Dann würde theoretisch das nächste Album kommen, wir waren allerdings etwas länger unterwegs und die Zeit danach wurde für uns auch noch etwas verlängert.

Zwei aus der Band sind Vater geworden. Da muss man das Leben erstmal neu zuordnen. Andy unser alter Bass-Mann, hat sich dann auch für das Familienleben entschieden und die Band verlassen. Dann muss erstmal ein neuer Bassist her, alte Songs mussten geprobt werden, neue Songs geschrieben usw. dazu waren wir auch etwas faul und selbstkritisch, ob es sich lohnt das jetzt so aufzunehmen. Ganz ehrlich, hätten wir nicht Jon Caffery kennen gelernt, der uns zusätzliche schweißtreibende Überstunden aufbrummte, weil er ein Studiotermin fest machte, dann würden wir jetzt bestimmt immer noch da sitzen und Songs schreiben. Wir kamen nicht richtig in die Gänge und waren selber damit nicht zufrieden. Man erlebt als Band immer mal Tiefen die man durchschreiten muss und wir dachten, wir bekommen keinen guten Song hin. Aber jetzt können wir sagen, wir sind froh dass wir es zu unserem 10jährigen Bandjahr geschafft haben unser neues Album „Fly With Me“ zusammen mit Jon Caffery zu produzieren und Euch zu präsentieren. Wir hoffen, es gefällt Euch?

 

C&D: Macht es aus Eurer Sicht überhaupt noch Sinn als kleine Band CDs zu veröffentlichen?

Jeg:  Ja, na klar. Auch wenn die CD jetzt nach fast 3 Jahrzenten nicht mehr das Musikmedium Nr.1 ist,

denn Vinyl oder CD mussten dem Streaming weichen, das ist Fakt, macht es Sinn. Eine CD oder Platte ist ja viel mehr als nur eine Scheibe wo Mukke drauf ist. Du hast was zum Anfassen und es gibt durchaus noch Nostalgie-Fans, die sich auch gerne noch eine Schallplatte ins Wohnzimmer stellen oder an die Wand hängen. Viele wollen immer noch was zum Anfassen haben, sich durch das Booklet blättern, dazu hat sich die Band ja auch Gedanken gemacht und sich künstlerisch verwirklicht, nicht nur in der Musik. Ich kann mich noch an die eine oder andere CD erinnern, die ich mir gekauft habe, da waren Give-Aways drin in Form vom Patch oder Sticker oder Autogrammkarten und überraschten mich und ich denke mal andere Fans auch. Das sind so kleine Highlight die man als Band seinen Fans mitgeben kann.

 

C&D: Wie seht ihr den aktuellen Musikmarkt?

Didi: Als junge Band ist es natürlich viel härter geworden. Aufgrund der Masse an Bands und der Schnelllebigkeit wird es nicht leichter sich in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen.

Zum anderen solltest man in der Lage sein jede Live-Möglichkeit zu nutzen, um sich der Welt da draußen zu präsentieren.

 

C&D: Wie seht ihr den aktuellen Livemarkt?

Didi: Es sieht gar nicht so schlecht aus da draußen. Wenn du heiß bist, Dich Live zu präsentieren, dann gibt es viele Möglichkeiten.

 

C&D: Erzählt unseren Lesern etwas über Eure „Ibiza Tour“.

Jeg: Oh, hast Du so viel Zeit mitgebracht?

Ich erzähl mal ein paar unvergessliche Momente von der Tour.

Tourstart, mein Wecker klingelte um 06:30Uhr, die Sonne scheint, schon mal perfekt. Ab ins Bad, danach erstmal Kaffee und mein Handgepäck nochmal checken, ob ich jetzt wirklich alles habe. Alles total entspannt. Musste mich dann aber doch beeilen, weil ich mich um 8:30Uhr mit Didi am Duisburger Hbf traf. Die anderen sind mit den Transportern und dem Equipment zum Flughafen Frankfurt Hahn vorgefahren. Didi und ich wollten mit der Bahn nachkommen. Soweit der Plan.  Der IC führ pünktlich ab, aber leider nur bis hinter Bonn, da zog einer die Notbremse und der Tag nahm seinen Lauf… wir sahen schon den Flieger ohne uns starten. Als es dann irgendwann weiter ging und wir den Zielbahnhof erreichten, war natürlich der Shuttlebus zum Flughafen weg. Zum Glück haben wir ein Taxifahrer gefunden der früher wohl mal Rennfahrer war. Fahren konnte er, wir hatten zwar zwischendurch mit unserem Leben abgeschlossen, aber wir haben unseren Flug bekommen. Ein fettes Dankeschön noch mal an diesen Taxifahrer. Ohne Ihn hätten wir die A-Karte gehabt.

Im Flieger erstmal aufatmen und ein Bierchen. Auf Ibiza sollten wir dann mit dem ganzen Equipment abgeholt werden und ich sagte im Flugzeug zu den Jungs, der Tag hat ja schon gut angefangen, jetzt stellt Euch mal vor wir werden am Flughafen vergessen? …..ich hätte es nicht aussprechen sollen.

Wir standen mit unserem Instrumentenzeug vor dem Flughafen. Und? Richtig, keiner da! Auch telefonisch konnten wir niemanden erreichen. Es hat soweit alles geklappt, mit dem ganzen Sperrgepäck, mit der Zoll- und Passkontrolle und man freut sich, es kann losgehen, jetzt  kann nichts mehr passieren und dann das.

Didi: Ja, das ist dann einer der Momente wo du denkst… läuft!!! Das ist wieder so typisch BOOL-Gesetz. Wir haben dann versucht einfache Lösungen für unseren Transfer in die Tat umzusetzen. Überall standen Busse, die für die Touris reserviert waren, wo aber teilweise noch Platz drin war. Wir haben sie angesprochen, jedoch wollte irgendwie keiner eine Rockband mitnehmen. Und so standen wir da, gestrandet am Ibiza Flughafen. Letzte Option – Taxi. Die meisten Taxifahrer teilten uns mit, dass man für das ganze Zeug 2 oder 3 Taxen bräuchte. Nach vielen taktischen Versuchen und musikalischen Darbietungen hatten wir dann einige Taxifahrer und Passanten für uns gewonnen. Wir entschieden uns dann für Elvis (das ist kein Scherz), einem singenden, spanischen Taxifahrer. Einpacken die Herren! Die Gitarren-Cases guckten links und rechts aus dem Wagen raus, der Kofferraum ging nicht mehr ganz zu, wir lagen und saßen irgendwo mitten und zwischen drin. Das Abenteuer nahm weiter seinen Lauf. Das alles dauerte knapp 2 Stunden. Mit Blue Suede Shoes ging es dann los. Als wir an der Hotel-Anlange in Punta Arabi ankamen ernteten wir sehr viele Blicke, es muss wohl witzig ausgesehen haben, wir mit dem überladenen Taxi. Wie sich dann herausstellte, hatte man unserem Fahrer vergessen Bescheid zu sagen uns am Flughafen abzuholen. Es wurden zwei Häuschen für uns reserviert, aber auch da mussten wir noch auf die Schlüssel warten. So stellt man sich doch ein Tourstart vor. In der Zeit, dachten wir, wir erkundeten etwas die Gegend und am Strand lief grade eine Beachparty – nix wie hin. Wir hatten, mächtig Durst und bis auf ein trockenes Brötchen, im Flieger noch nichts gegessen. Die Wärme und der Alkohol taten das, was sie tun mussten…

Jeg: Irgendwann in der Nacht fand uns dann auch unserem Tour-Manager bekamen unsere Hausschlüssel und gingen dann auf die Suche nach unseren Häusern. In diesem Zustand, trotz Wegbeschreibung, war das echt nicht leicht. Die Sonne ging auf, als wir unsere Häuser gefunden hatten, brauchten wir auch nicht mehr pennen gehen, denn wir mussten zum Frühstück und zur ersten Besprechung. Ich weiß bis heute noch nicht, was man uns da erzählt hat, Didi schlief im Sitzen und hatte sich voll die Birne verbrannt. Der Rest von uns war auch nur Körperlich anwesend. Es gab da einen, der war sichtlich nicht so begeistert von unserem Bandausflug gestern; „wir wurden überall gesucht, und das ist nicht witzig!“, …Wir hatten Spaß, der hatte irgendwie nicht so gute Laune. Und für uns gab es an diesem Tag nur noch Cola, Fanta und Wasser. Zum Glück hatten wir den Tag über keine weiteren Termine und konnten uns somit für den Abend schonen und wieder fit werden. Aber erstmal auf zum Musikladen, Didi hatte seine ganzen Ersatzseiten im Proberaum liegen lassen.

Wir waren echt gespannt, wieviel Leute an diesem Abend da sind und rechneten mit einer Handvoll, vielleicht. Wer will eine Rockband auf Ibiza sehen? Aber erstaunlicherweise war es richtig gut gefüllt. Damit hatten wir nicht gerechnet. Die ganze Woche die wir in unterwegs waren lief es so weiter. Mitten drin hatten wir noch ein super cooles Outdoor Fotoshooting. Richtig geil, war u.a. auch die

Open Air Bühne mit Blick aufs Meer, unter Palmen, der Mond schien. Da wurde glaube ich auch schon mal DSDS gedreht. Eine unglaubliche Ambiente das man so schnell nicht vergießt. Dazu die mega Stimmung vor der Bühne.

Wir machen ja schon einige Jahre zusammen Musik und als Provinz-Kapelle, wie wir es sind, sowas zu machen und erleben zu dürfen ist schon geil. Es ist schon was anderes ob man in Deutschland unterwegs ist, oder auf einmal Sonne, Palmen und Meer hat auf einer so Verrückten und schönen Insel, die einen sofort in ihren Bann zieht. Das fühlte sich alles so unreal an, als ob man Träumt.

Didi: Es sprach sich auch irgendwie sehr schnell rum, dass eine deutsche Rockband auf der Insel ist. Ist anscheinend vielleicht nicht so oft der Fall, keine Ahnung.

Aber es ist immer wieder geil, wenn sich der Platz oder der Club auf einmal mehr und mehr füllt und wenn dann die Leute innerhalb von einer dreiviertel Stunde von dir Überzeugt sind, mit einem Grinsen im Gesicht, mega Stimmung machen und Spaß haben, die eigentlich zu einer ganz anderen Musik tanzen und mitten drin ein paar Rock-Fans, da will man nicht mehr aufhören zu spielen. Ein super Gefühl. Wir haben mit sowas nicht gerechnet.

Wir sind auf der Straße und am Strand von Urlaubern (die uns erkannt hatten) angesprochen worden und haben uns darüber gefreut. Wir finden das super, denn wir lieben den Kontakt zu unserenP Fans. Wenn es die Zeit zu lässt sind wir nach dem Konzert auch immer mit drin. Es ist uns total wichtig mit den Leuten zu reden und auch die Meinungen und Geschichten interessieren uns die sie uns zu erzählen haben oder einfach beim Bier über Gott und die Welt zu labern.

Irgendwann endet auch die schönste Tour und der Tag der Abreise kam. Wir konnten viele Eindrücke mitnehmen, sehr viele nette Leute kennen gelernt, es war eine verrückte Tour.

Aber wir hatten dann noch Zeit. Unser Flug hatte 3 Stunden Verspätung. Da war es wieder, das BOOL-Gesetz. Egal, wir waren gechillt. IBIZA-ROCK`n`ROLL!

Wenn man jetzt so zurück Blick, war eine Tour mit sehr vielen schönen Erinnerungen. Es hat uns eigentlich an nichts gemangelt, auch wenn wir manchmal 6 Stunden warten mussten um endlich loszuspielen zu können, aber alle waren immer sehr hilfsbereit. Ein großes Lob an alle beteiligte. Das war großes Kino.

 

C&D: Wieso gerade „Ibiza Tour“?

Jeg: Als Band versuchen wir immer wieder neue Etappen-Highlights zu erleben, immer so ein kleines stätiges Bergauf. Es macht uns Spaß und es ist immer was Neues. Wie Kinder, die die Welt jeden Tag neu erleben und was neues entdecken. Orte an denen noch niemand von uns vorher war, ob es Länder sind, Festival oder Clubs. Das Neue gemeinsam zu erleben ist immer ein Abenteuer für uns mit einer riesen Portion Spaß und Abwechslung.  Es wird nie Langweilig.

Ibiza, kannten wir alle nur als Deep-,House-Party Insel, wo sich die DJ´s die Klinke in die Hand geben. Aber so als Rockband kommt man eigentlich nicht auf die Idee da zu Touren. Wir schon. Und wir waren überwältig! Die Begegnung mit den unterschiedlichsten Menschen Vorort, die Lockerheit, die Verrücktheit und der Spirit der da herrscht waren einfach unglaublich. Wir sind so gut auf der Insel aufgenommen worden. Das alles hat uns sehr viel Kraft gegeben und Spaß gemacht.

 

C&D: Was dürfen wir von Euch in Zukunft noch erwarten?

Didi: Zum einen müsst Ihr natürlich jetzt keine 8 Jahre mehr aufs nächste Album warten. Versprochen!

Ansonsten Rock`n`Roll, der Sommer ist ja fast rum, das nächste Jahr wird geplant. Ich hoffe, dass wir uns dann mal beim Konzert oder bei einem lauen Sommerlüften auf einem Festival sehen. Vielleicht auch hier in Berlin?

 

C&D: Vielen Dank

Didi: Sehr gern. Danke Dir Nina.

Jeg: Danke für das Interview.

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