EMERGENZA SCHWÄCHELT

Die laufenden EMERGENZA Runden bringen in dieser Saison nicht so viele interessante Newcomer hervor wie in der letzten und der davor.

Dies macht sich auch an vielen Stellen bei den Konzerten bemerkbar. Oft spielen die letzten Acts vor 20 Leuten und das verändert das Votingsystem und das Resultat. Schwache Künstler kommen weiter, nur weil sie früh spielen konnten. Beeindruckende Bands, die als Letzte spielen mussten, scheiden aus, trotz aller Qualitäten. EMERGENZA wird zu einem Glücksspiel und so überlegen sich Bands ob sie überhaupt teilnehmen sollen.

Andere Contest-Runden wie etwa SPH rüsten auf und haben zunehmend mehr Zulauf. Das gilt auch für den ältesten Event dieser Art überhaupt LOCAL HEROES.

„Keiner dieser Events hat sich in den Jahren groß verändert,“ sagt Medienberater Christoph Hargess. „Die Bands spekulieren manchmal nur darauf in einer guten Location zu spielen, aber die jüngsten Ereignisse schrecken auch vor diesem Vorhaben ab. Immerhin müssen die Künstler bezahlen und wenn dies dann für 10-20 Mann im Publikum erfolgt, dann rechnet sich das nicht.“

Da wird es in Nürnberg aktuell anders betrieben. Junge Musikfans organisieren nicht kommerzielle Festivals in kleinen Club und präsentieren hoffnungsvolle Newcomer. Die rede ist vom SCHEPPERCORE Festival in Nürnberg. „Das zündet.“, reagiert Chris Mangold/PORT ROYAL, weltweit arbeitender Manager und Promoter. „So findet eine ganz andere Art der Präsentation und Wertschätzung neuer Bands statt. Ich habe solche Veranstaltungen seit Jahren in Japan erlebt und auch besucht, letztes Jahr habe ich ein solches Vorhaben in Brasilien mit unterstützt. Das ist etwas ganz anderes und alle gehen auch viel entspannter an den Abend heran. Aber die Profitgier besteht ja leider schon bei den kleinen Veranstaltern, die gerade mal eine Schülerband auf die Bühne bringen wollen.“

Auch NAUNTOWN MUSIC begibt sich mit der GLOWING EMBER Festivalserie auf ein kommerzielles, aber für Newcomer, positives Veranstaltungskonzept. Bekannte, lokale Headliner führen ein kleines Umfeld an Newcomern quer durch die Republik. „Solche Vorreiter brauchen wir, solchen Mut muss man aufbringen und dann klappt es auch mit dem Nachwuchs.“, sagt CUTE AND DANGEROUS Verlagsgeschäftsführer Tim Heinol. „Wir unterstützen all diese Aktivitäten, denn ohne mediale Unterstützung werden diese Bands doch nur am Rande wahrgenommen und das ist schade.“

Also unterstützt den lokalen Underground und haltet Ausschau nach Newcomern und solchen kleinen Festivals.

Andreas Werner/Cute And Dangerous

PEAK CITY bei Local heroes

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