FÜNF FRAGEN

FÜNF FRAGEN an: MARCO BELTRAMI

 

Vor kurzem erfreute uns der außergewöhnliche Film „A quiet place“. Da in diesem Film kaum gesprochen wird, bekam die Filmmusik natürlich eine ganz besondere Bedeutung. MARCO BELTRAMI muss man nicht vorstellen, seine Arbeiten als Komponist für große Genretitel sprechen für sich: SCREAM, HALLOWEEN H20, RESIDENT EVIL, HELLBOY, MAX PAYNE, CARRIE, LOGAN-THE WOLVERINE und aktuell A QUIET PLACE. Natürlich ist das nur eine kleine Auswahl. Wir sprachen mit Marco über die Arbeit zu A QUIET PLACE.

 

Text: Karsten Wallert/SLATE MAGAZINE

Foto: Dawn Jones

 

 

SLATE: Wie bist Du zur Film Musik gekommen?

Marco: Ich habe eine klassische Ausbildung als Konzert Komponist. Nach meinem Master in Yale wechselte ich nach Kalifornien und studierte bei Jerry Goldsmith. Er war, zusammen mit Nina Rota, Bernard Herrmann und Ennio Morricone, mein größtes Vorbild als junger Filmkomponist.

 

SLATE: Wie kam es zu dem aktuellen Soundtrack Auftrag?

Marco: Mein Agent hat mich informiert, dass der Direktor von dem Film mich treffen möchte. Also habe ich das Script gelesen und bin nach New York geflogen, wo der Dreh stattfand. Ich blieb einen Tag am Set und sprach mit John. Ich war beeindruckt von dem Projekt.

 

SLATE: Wie lief die Zusammenarbeit. Unsere Leser würde der kreative Part interessieren.

Marco: Nach dem Meeting flog ich zurück in mein Studio und entwickelte einige Ideen. John schickte mir Musik, die ihn beim Filmen inspiriert hat und so konnte ich weitere Ideen entwickeln. Dann entstand das Theme für „A quiet place“. Ich schickte weitere Ideen zu John, er kam ein paar Mal zu mir ins Studio und am Ende, wenn auch etwas hektisch, war alles fertig. Der Shedule war einfach extrem knapp.

 

SLATE: Wie verliefen die Aufnahmen?

Marco: Der Großteil wurde im Januar aufgenommen, ein paar Ideen mit teilweise wenigen Musikern. Da so viele Stellen in dem Film leise sind, mussten wir mit einer Rahmenstruktur arbeiten, die dann mit dem sonstigen Sound zusammenhängend verlief. Das hat eine Weile gedauert, bis wir das hinbekommen haben.

 

SLATE: Zum Abschluss eine Standartfrage: welche Rolle spielt Musik in einem Film aus Deiner Sicht?

Marco: Generell unterstützt Musik die emotionalen Strukturen, die man beim Publikum erzeugen möchte. Gefühle denen sich das Publikum nicht bewusst ist. Es geht alles um versteckte Manipulation.

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