DER SENAT VERSAGT – WIEDER EINMAL

Verdrängung eines wichtigen Musikkulturellen Standortes, dem PRIVAT CLUB, in Berlin-Kreuzberg durch Samwer Bruder (Rocket Internet).

 

Der Privatclub in der Skalitzer Str. in Berlin Kreuzberg sollte durch Verdopplung der Miete von seinem Standort ausgeschlossen werden. Eine Fortsetzung des Mietvertrages über 2022 hinaus soll ausgeschlossen werden.

Der Privatclub ist seit 19 Jahren eine Berliner Institution. Seinen aktuellen Standort im alten Postamt, in der Skalitzer Straße, direkt am Wrangelkiez in Berlin Kreuzberg hat der Privatclub nun schon seit 5 Jahren. Inhaber Norbert Jackschenties hat damals die alte Paketstation nach langem Leerstand mit eigenen Mitteln und sehr viel Liebe ausgebaut. Alleine in den letzten 5 Jahren fanden dort 1600 Konzerte statt, zumeist mit jungen aufstrebenden Bands, von denen man später sehr viele auf den großen Bühnen wiedersehen konnte. Aber auch inzwischen sehr populäre Bands, wie z.B. KAKKMADDAFAKKA, AUGUSTINES,  ZWEIRAUMWOHNUNG, DANKO JONES u.v.a. kehren gerne auch mal für ein spezielles Konzert in den Privatclub zurück.

Seit dem es das XJazz Festival gibt, ist der Privatclub ein Haupaufführunsort, genauso wie auch für das skandinavische Scopefestival. Seit 3 Jahren ist der PRIVAT CLUB fester Partner dieser Festivals und das Venue für den wöchentlichen Unterricht „live performances class“ der Musik-Popschule BIMM (British Irish Modern Music Institut).

Nicht zu vergessen die, für die Hauptstadt wichtigen, Nachwuchsfestivals Emergenza und SPH Bandcontest, die hier eine bezahlbare Bühne finden.

Doch der Vermieter geht noch weiter. Im Dezember 2017 wurde nach jahrelangem Leerstand das 1.OG direkt über dem Privatclub vermietet, aber anscheinend wurden nicht die baulichen Grundvoraussetzungen für einen Bürobetrieb über einem seit Jahren praktizierenden Musikclub geschaffen. Nun hat der Eigentümer Samwer über seine Rechtsanwälte den Privatclub abgemahnt und mit Kündigung und Forderung von Schadensersatzansprüchen aus Mietminderung gedroht, wohl mit der Hoffnung das bestehende Mietverhältnis sofort zu beenden.

Es wird Zeit solchen Immobilienverbrechern keine Handhabe zu geben.

Hier ist die Politik gefordert.

 

Schreibt an:  Stéphane Bauer,/Kulturbeauftragt für den Bezirk Kreuzberg

Durch die fortgesetzte Nutzung der Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr Informationen

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close