Michael Avenatti
Porträt von Michael Avenatti

Avenatti selbst scheint weiterhin unbeirrt in seiner kämpferischen Grundstimmung zu sein. So sagte Avenatti in mehreren Verlautbarungen, dass die Summe, die Trumps Anwalt von seiner Mandantin eintreiben will, eine Zahl sie, die völlig aus der Luft gegriffen sei. Avenatti strotzt noch immer voll Selbstbewusstsein: »Wir wissen jetzt also, dass Trump über die Legalisierung von Marihuana nachdenkt. Diese Forderung ist nichts im Vergleich zu dem, was er meiner Klientin schulden wird.« Und in der Tat gibt es noch eine weitere ausstehende Klage, die Stormy Daniels mit ihrem Anwalt gegen den Präsidenten angestrengt hat. Und die beiden scheinen auch vor weiteren gerichtlichen Konfrontationen nicht zurückzuschrecken.

Trumps Anwalt hingegen erklärt, dass der fragliche Gerichtsstreit »keinerlei Grundlage« habe, er gibt sich überzeugt, dass er von Clifford »aus dem Motiv, ihre Medienpräsenz zu erhöhen, vor Gericht gebracht wurde, indem sie selbst und ihr Anwalt politische Angriffe auf den Präsidenten durchführte. Er ist in mehr als 150 Fernsehinterviews aufgetreten, in denen er den Präsidenten angreift und sondiert nun selbst eine Kandidatur um die Präsidentschaft im Jahr 2020«.

Da Stormy Daniels erst kürzlich einen Vertrag mit der Stripclub- und Sexshop-Kette Déjà Vu unterzeichnet hat und sich ihr Buch »Full Disclosure« gut verkauft, wird sie wahrscheinlich nicht ohne weiteres gezwungen sein, sich zurückzuziehen. So oder so: die Saga setzt sich fort …