AUSGEZEICHNET

Daniel Harrichs Spielfilm MEISTER DES TODES wurde am vergangenen Samstag mit dem 10. Marler Medienpreis Menschenrechte 2017 von Amnesty International in der Kategorie „Film“ ausgezeichnet.

Amnesty International begründet seine Entscheidung wie folgt: „MEISTER DES TODES ist ein spannender Politthriller, der wegen seines realen Hintergrundes erschreckend deutlich klarmacht, dass die in Wirklichkeit Agierenden immer bösartiger, hinterhältiger und raffgieriger sind, als es sich ein Drehbuchautor ausdenken kann. Gut zu wissen, dass der Film geholfen hat, Verantwortliche dieser Machenschaften vor Gericht zu bringen.“

Daniel Harrich nahm den angesehenen Preis gemeinsam mit Hauptdarsteller Heiner Lauterbach entgegen. Hocherfreut äußert sich Lauterbach im Anschluss an die Preisverleihung: „Ich habe mich wirklich sehr gefreut, weil ich wohl selten einen gesellschaftlich wichtigeren Preis bekommen habe. Und das gemeinsam mit meinem lieben Freund, Regisseur, Autor und Produzenten Daniel Harrich, mit dem ich schon so viele, wichtige Filme drehen durfte.“

Bereits im Jahr 2016 wurde Harrich und seinem Team für den ARD Themenabend „Tödliche Exporte“, in dessen Rahmen auch MEISTER DER TODES lief, der renommierte Grimme-Preis für journalistische Leistung verliehen.

Eindrücklich zeigt der investigative Spielfilm, wie nicht nur Waffenproduzenten und -händler sondern auch Beamte des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, des Auswärtigen Amtes, des Verteidigungsministeriums und Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in illegale Waffengeschäfte verstrickt sind und welch eklatante Konsequenzen diese fragwürdigen Machenschaften nach sich ziehen. Der Film entstand nach jahrelanger, intensiver Recherche und hatte Ermittlungen und Anklagen der Stuttgarter Staatsanwalt gegen insgesamt sechs ehemalige Manager des Waffenherstellers Heckler und Koch mit ausgelöst. Der Prozessbeginn wird im Frühjahr 2018 erwartet.

MEISTER DES TODES ist eine Produktion der diwafilm GmbH im Auftrag von SWR, BR und ARD Degeto, die Redaktion lag bei Manfred Hattendorf (SWR), Michael Schmidl (SWR), Christine Strobl (ARD/Degeto) und Claudia Gladziejewski (BR).

Bereits seit 2001 wird der Marler Medienpreis Menschenrechte jährlich von Amnesty International verliehen. Die Jury besteht ausschließlich aus Mitgliedern von Amnesty International, um einen ungefilterten Blick auf das Thema Menschenrechte zu gewährleisten. Der Preis wird an Beiträge vergeben, die in „außergewöhnlicher Weise das Thema Menschenrechte behandeln“, sei es in Form eines besonderen Interviews, einer nachhaltigen Dokumentation oder einer aufrüttelnden Nachricht. Er honoriert diejenigen, die Informationen zusammentragen, Wahrheiten ans Licht bringen und diese in den unterschiedlichsten Formen aufbereiten, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Frühere Preisträger bzw. Preisträgerformate sind u.a. „Der Fluch der weißen Haut“ (Süddeutsche Zeitung – Magazin), Uri Avnery (israelischer Journalist), Dirk Sager (Korrespondent des ZDF in Moskau, Mitglied des PEN-Zentrum Deutschland, Buchautor), „Der syrische Flüchtlingschor“ (Die Anstalt, ZDF, 18. November 2014), „Neuneinhalb – Menschenrechte“ (ARD) und Gerd Ruge (deutscher Journalist).

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