PUNCH DEN PONYHOF

apRon haben gerade die deutschen Konzert-Clubs durcheinander gewirbelt und Abend für Abend eine wilde Show abgeliefert. Mit dem dritten Album im Gepäck „Auf dem Ponyhof“ sind sie bei dem SPV Label Laute Helden gelandet und genau das sind sie: Laute Helden. Text die bewegen sollen, Musik die einem das Hirn wegfetzt, alles gemixt und was heraus kommt ist irgendwie anders und aufregend zugleich. Tim Heinol nutzte die Gelegenheit die Band zu treffen und sprach mit Sänger und Frontmann Till Herence über das Leben auf dem Ponyhof.

C&D: Bitte stellt Euch doch mal den Lesern vor.
Till: Hallo wir sind apRon. Das sind Marvin am Bass, Sebi an der Gitarre, Medusa an den Drums und Ich, Till Herence am Gesang
C&D: Erzählt unseren Lesern bitte was apRon für eine Bedeutung hat und wie seid Ihr auf den Namen gekommen?
Till: apRon ist das englische Wort für Schürze. Mit einer Schürze kann man sich schmutzig machen und wenn man sie auszieht hat man immer noch eine weiße Weste.
C&D: Warum habt ihr euer aktuelles Album „Auf dem Ponyhof“ genannt?
Till: Der Ponyhof ist eine Metapher für unsere Gesellschaft. Das Sprichwort „Das Leben ist kein Ponyhof“ suggeriert ja, dass es auf einem Ponyhof supersüß und schnuckelig zugeht. Wer aber schon einmal erlebt hat wie fies Pferde vor allem zu fremden Artgenossen sein können, erkennt schnell dass das Leben eben doch sehr oft ein Ponyhof ist. Nur eben kein schöner. Somit haben wir alle Themen auf der Platte in den Ponyhof eingeflochten.
C&D: Erzählt uns was zu den Arbeiten am Album.
Till: Wir haben an den Songs gearbeitet. Da steuert jeder seinen Teil bei. Über die Themen die uns berühren, haben wir im Vorhinein gesprochen und diskutiert. Vieles wurde verworfen. Das was hörbar ist, hat es durch unseren Filter geschafft. Nach einigen Songwriting-Bootcamps waren die 14 Nummern klar, die auf die Platte sollten und dann ging es ins Studio. Die Instrumentals haben wir bei Failure Records mit Jakob Braun aufgenommen, der auch für den Mix und das Mastering verantwortlich ist. Marvin war hier der Co-Produzent. Die Vocal-Produktion habe ich dann zusammen mit meinem Gesangsproduzenten Erdem Engin übernommen.
Da wir sehr lange schon sehr viel DIY machen, wissen wir auch ziemlich genau wo wir mit unserem Sound hinwollen. Wenn die Vorproduktion, die wir in unserem Proberaum machen fertig ist, ist das finale Recording eigentlich meist ziemlich klar im Ablauf und schnell im Kasten.
C&D: Hattet Ihr mehr Songs geschrieben, als verwendet wurden?
Till: Ja da gab es noch ein paar, die wir aber nicht für gut genug befunden haben.
C&D: Die Texte sind sehr harsch und unverblümt, direkt und provokativ. Seid ihr privat auch so direkt mit der Gesellschaft?
Till: Die Texte spiegelen schon unsere Haltung. Also ja. Aber es gibt auch viel Gutes in unserer Gesellschaft und wir laufen nicht täglich miesepetrig durch die Gegend. Dennoch machen wir Rock‘n‘Roll und der ist für uns nun mal dazu da um zu rebellieren und im wahrsten Sinne des Wortes laut aufzuschreien.
C&D: Was wollt Ihr mit den Texten bewegen?
Jeden der sie hört natürlich. Und wenn jemand sich deshalb nur ein bisschen bewegt oder mit dem Auge zuckt, dann ist das für mich schon etwas. Ich finde es vor Allem schön, wenn das Hirnkästchen vielleicht etwas angeregt wird dadurch.
C&D: Zum Vorgänger „Der Punch“ gab es einen Comic, was habt ihr euch für das neue Album als Highlight ausgedacht?
Till: Auch zu „Auf dem Ponyhof“ gibt es ein Kurzgeschichtenbuch mit Zeichnungen von Andi Papelitzki und Geschichten von Medusa und mir.Jeder Song steht wieder für eine Geschichte und führt so über den Ponyhof.
C&D: Wie seid Ihr zu Laute Helden gekommen?
Till: Den Kontakt hat unser Manager Chris Klimek von Eatthebeat eingefädelt.
C&D: Euer Musikstil wird gern mal als „Punch Rock“ bezeichnet, wie seht ihr selbst das? Oder würdet ihr euch anders beschreiben?
Till: Grob gesagt sind wir eine Crossoverband. Alternative….irgendwas. Nenn es wie du willst. Punch-Rock war damals eben lustig weil es zur Platte gepasst hat.
C&D: Was dürfen eure Fans 2017 von euch noch erwarten? Vielleicht könnt Ihr schon etwas in die Zukunft blicken.
Till: Erwartet das Unerwartete 😉

Durch die fortgesetzte Nutzung der Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr Informationen

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close