GROSSE TALENTE

Im letzten TO GO gab es einen Review zu dem Debüt der Österreicher ELEPHANTS IN PARADISE. Ein Debüt welches die gesamte Redaktion gefesselt hat und das ist selten. Musikchefin Nina hat sich aufgemacht und die Band interviewt, um zu sehen was wir noch von der Band und aus dem Nachbarland erwarten können.

 

 

C&D: Stellt Euch doch bitte unseren Lesern erst mal vor.

Cara: Mein Name ist Cara und ich bin bei Elephants in Paradise die Leadsängerin.

Bumblebee: Ich bin Rupert aka Bumblebee, Gitarrist und spiele 7- und 8-saitige Gitarren von Ibanez und Paul Zagler, arbeite mit und bei diversen musikalischen Projekten und unterrichte E-Gitarre und klassische Gitarre an zwei Musikschulen.

Scratch: Ich bin Christoph aka Scratch und spiele Bass bei Elephants In Paradise. Meine Brötchen verdiene ich als Grafiker und Videoproduzent.

Malleo: Ich heiße Rainer Lidauer aka Malleo, spiele Schlagzeug bei Elephants In Paradise und hatte außerdem das Vergnügen, den Mix unseres ersten Albums zu machen.

 

C&D: Wie hat alles bei Euch angefangen?

Cara: Kreativer Gründer, des seit 2016 bestehenden Ensembles, ist Scratch, der mit zwei Songs die musikalische Farbe für „Elephants in Paradise“ vorgegeben hat. Seit Anfang an mit dabei ist sein langjähriger Freund Bumblebee. Die beiden begeisterten Malleo und nach langer Suche auch mich.

Scratch: Wir alle vier blicken auf jahrelange, teils internationale Erfahrung als Musiker und in Bands zurück. Mit „Elephants in Paradise“ verwirklichen wir zusammen unsere Vision einer Female fronted Metal Band.

 

C&D: Woran habt Ihr Euch anfangs orientiert. Musikalisch, sowie organisatorisch?

Scratch: Wir wollten einfach machen was uns Spaß macht, ohne den Blick auf aktuelle Strömungen und Airplay. So sind teilweise progressive Teile entstanden, die den Songs einen eigenen Charakter geben. Wir wollten aber nicht zu komplex werden um eine gewisse Eingängigkeit zu behalten.

Organisatorisch haben wir uns an unseren Stärken orientiert. Wir haben das Glück, dass wir vier fast alles abdecken, was man als Band braucht. Das heißt der komplette Prozess vom Songwriting, Arrangement über die Aufnahme bis zum masterfertigen Mix bleibt in der Band. Cara Cole ist eine sehr gute Managerin und spricht vier Sprachen.

Cara: Scratch deckt den gesamten Multimedia Bereich ab, Malleo kümmert sich ums Mischen des Studiomaterials. Das spart natürlich viel Geld.

Scratch: Darauf haben wir uns fokussiert: Wir wollten ein hochwertiges Produkt kreieren. Musikalisch und visuell.

Bumblebee: Ich fand bei diesem Album wichtig, dass die Songs in einer gewissen „Radiolänge“ bleiben, damit sich der Hörer darin beim ersten Hörerlebnis nicht verliert, aber dennoch jedes Stück seine eigene Charakteristik behält und mit unkonventionellen Teilen aufwarten kann.

 

C&D: Wie seid Ihr auf den Namen ELEPHANTS IN PARADISE gekommen?

Scratch: Elephants in Paradise ist wie der Elefant im Porzellanladen zu verstehen. Wobei dieser Name auch viel über unsere Musik und unsere Texte sagt. Wir malen das Bild eines blühenden Gartens mit einzigartigem Leben, über das wir mit schweren Gitarrenriffs drüber trampeln. Danach weinen wir, weil wir der Versuchung nicht widerstehen konnten.

 

C&D: Wie langwierig war Euer Weg zum ersten Album?

 

Scratch: Wir wollten unbedingt ein Label aus Deutschland, weil die Metal Szene ja viel grösser ist als bei uns. Das haben wir glücklicher Weise rasch mit Edelstahl Records (Danse Macabre) gefunden. Wir haben geplant, dass wir 2 Singles mit Musikvideos davor veröffentlichen, um uns schon eine Fangemeinde aufzubauen. Beim Albumrelease wollten wir noch ein Musikvideo veröffentlichen, damit es auch visuell von uns etwas gibt. Zusätzlich haben wir eine Interviewserie über die Songs gemacht – die Blue Sofa Chats –  und vor dem Release immer wieder auf YouTube gepostet. Das war in Kombination mit der Albumproduktion natürlich sehr viel Arbeit.

Cara: Noch dazu haben wir das alles neben unseren Vollzeitjobs und Familien untergebracht.

 

C&D: Wie ist Euer Debütalbum entstanden?

Scratch: Das war ganz unterschiedlich. Ein Teil der Songs ist schon sehr früh entstanden. Also in der Phase wo ich noch auf der Suche nach Musikern war. Das waren dann alles digitale Vorproduktionen um eine Idee zur Musik zu bekommen. Das hat sich später, wie wir alle zusammen waren, geändert. Der letzte Song, den wir aufgenommen haben war „We are here“ wo Bumblebee uns mit seiner Gitarrenwand beglückt hat und wir zusammen im Studio daran gearbeitet haben, um einen Song daraus zu machen.

Cara: Für mich war es zum Einen sehr stimmig, was schon an Material vorhanden war, zum Anderen eher schwierig die richtige Emotion oder Gesangslinie zu finden. Wir haben an manchen Songs enorm viel verändert und gebastelt, bis wir alle damit zufrieden waren. Mir hat das Schreiben der Lyrics und das Experimentieren vor allem bei „Love and hate“ total Spaß gemacht.

 

C&D: Wie sind die Kritiken zum Debut bis dato? 

Scratch: Die Kritiken sind erfreulicher Weise sehr gut. Interessant ist vielleicht, dass sich einige schwer tun uns in eine Schublade zu tun.

Bumblebee: Ja es ist schon witzig, dass man uns zunächst sehr stark mit reinem Metal assoziiert aber beim Zuhören feststellen muss, dass die musikalische Breite eben nicht so heavy ausfällt. Man kann vor allem bei den Live Shows schon richtig zuhören oder gleich voll mitgehen.

Cara: Stolz ist man natürlich schon, wenn man mit bekannten Bands mit Frontfrauen wie Guano Apes, Halestorm oder Lacuna Coil verglichen wird.

 

C&D: Geht Ihr parallel den Weg ein Management zu suchen und auf dem „traditionellen“ Weg die Welt zu erobern, oder macht Ihr diese Dinge weiterhin allein?

Scratch: Ich habe mit einem erfolgreichen Manager gesprochen, der gemeint hat, einen Manager sucht man nicht, sondern er meldet sich zur richtigen Zeit bei dir.

Cara: Solange, bis sich der Manager bei uns meldet, machen wir also noch alles alleine.

 

C&D: Es kommen im Moment viele Bands aus der Schweiz, aus Österreich weniger. Bitte erzählt unseren Lesern etwas über die Hard Rock Szene in Österreich.

Bumblebee: Ich denke, wir haben prinzipiell eine sehr gute Rock und Metal Szene in Österreich. Das Problem ist nach wie vor die nicht bzw. schwach gebotene Plattform, auf der sich heimische Bands präsentieren können. Natürlich haben wir viele Independent Internet Radios, aber die große breite Masse erreicht man damit nicht. Das erweckt natürlich nach außen hin den Eindruck, dass die Szene nicht besonders groß oder gut sein kann – ein nach wie vor sehr bedauerlicher Zustand. Denn das Stärken der heimischen Rock- und Metalmusikszene – gerade in diesem Bereich – würde Österreich auf dem internationalen Musikmarkt viel stärker machen.

 

C&D: Früher gab es ein österreichisches Metalmagazin WILD AXES, welches viel über die Szene berichtet hat. Habt Ihr heute auch ein Medium in Österreich oder nur die traditionellen Genremagazine aus Deutschland?

Malleo: Seit kurzem gibt es ein neues Printmagazin, das Stark!Strom Magazin. In der aktuellen Ausgabe sind wir mit einem Review unseres Albums vertreten. Ansonsten fällt mir bei Printmagazinen nur das X-ACT ein, wobei ich nicht sicher bin, ob es das auch noch als Print oder nur mehr digital gibt. Es gibt einige Webzines, die größten und wichtigsten sind sicher Metal Underground, Darkscene, Stormbringer und Earshot. Auf Music News und fm5 kommen auch Rock -und Metal-relevante Berichte und Reviews.

 

C&D Wie verhält sich die Radioszene in Österreich?

Scratch: Es ist sehr schwer auf einem Radiosender mit größerer Reichweite gespielt zu werden.

 

C&D: Wann können wir mit einer Tour rechnen?

Scratch: Wenn ihr uns eine aufstellt sofort (lacht). Also „ohne Album keine Tour“ werden wir von unserem Label jetzt nicht mehr hören. Aber für 2018 ist es schon zu knapp und wir wollen 2019 viel spielen.

Malleo: Auf jeden Fall freuen wir uns, im Juni beim diesjährigen Donauinselfest, einem der größten Festivals Europas, spielen zu können!

 

C&D: Was wollt Ihr abschließend loswerden?

Scratch: Danke dass ihr Newcomer Bands wie uns unterstützt!

Cara: Schaut doch auch in unserem Webshop auf unserer Homepage vorbei. Wir werden laufend neue Produkte online stellen. Am allermeisten freuen wir uns aber natürlich, wenn ihr zu unseren Konzerten kommt und mit uns feiert!

Scratch: Und wenn euch unsere Videos interessieren, folgt unserem YouTube Kanal. Wir produzieren gerade neue Videos!

 

https://www.elephantsinparadise.com/

 

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