AUF DUSTYS SPUREN

Shannon Shaw, Sängerin, Bassistin und Gründerin von Shannon & the Clams, macht sich allein auf den Weg und beglückt uns mit ihrem ersten Soloalbum „Shannon In Nashville“. Als Verbeugung vor Dusty Springfields Klassiker „Dusty in Memphis“ von 1969 unternahm Shaw ihre eigene Pilgerfahrt in den Süden, um mit The Black Keys’ Dan Auerbach sowie einer Ansammlung ruhmreicher Session-Musiker der alten Schule zu kollaborieren.

Es begann damit, dass Auerbach, der Shannon and the Clams in einem örtlichen Plattenladen entdeckte, die Band an einen australischen Tour-Promoter weiterempfahl. Shaw schrieb ihm, um Danke zu sagen, in der Folge trafen sie sich persönlich im historischen Venue Fillmore in San Francisco und formten sofort eine enge künstlerische Bande. Die beiden spielten einfach drauf los, und nur Tage später lud Auerbach sie runter nach Nashville ein, um ein Soloalbum aufzunehmen. Auerbach glänzt bei Shannon In Nashville als Produzent und bringt ein waches Auge für das Talent mit. Er hat diesen Rohdiamanten liebevoll in der Punk-Welt aufgelesen und in sein eigenes Aufnahmestudio und Plattenlabel Easy Eye Sound überführt. Die satte Orchestrierung des Albums verquickt den Nashville-Sound nahtlos mit dem Motown-Sound ¬ beide bekannt dafür, eine Spielart von Roots-Musik in Pop zu überführen – und verleiht Shaws von Natur aus schmerzvoller, brennender Stimme Flügel.

Shaw klingt wie eine Frau, die es gelernt hat, sich so zu nehmen wie sie ist und wo sie herkommt. Als Tochter eines Feuerwehrmanns und einer Mutter, die nahezu ihr halbes Leben als Krankenschwester im Napa State arbeitete (eine psychiatrische Anstalt, die auch dafür berühmt ist, dass dort 1978 ein Cramps-Konzert stattfand), wuchs Shaw auf dem Land auf, wo sie alles daransetzte, Sportskanonen und Polizisten aus dem Weg zu gehen, die nichts Besseres zu tun hatten, als Außenseiter zu mobben. Aufgewachsen in einer mormonischen Glaubensgemeinschaft, begann Shaw Autoritäten in Frage zu stellen, als die Kirche ihre Mutter nach der Scheidung vom Vater ausstieß und versuchte, die Kinder dahingehend zu manipulieren, dass sie ihre Eltern wieder zusammenbringen sollten, á la „Das doppelte Lottchen“. Ihr Vater erholte sich nie gänzlich von der Trennung, was Shaw im schwermütigen und zugleich hoffnungsvollen „Cryin’ My Eyes Out“ thematisiert.

Durch die fortgesetzte Nutzung der Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr Informationen

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close