A NEW STAR IS BORN

„Be a lion“ ist eine Botschaft, die durchaus ernst gemeint ist und sinnbildlich für die Ohnmacht die oftmals in der Social media-Generation vorherrscht. LORiiA nimmt sich dieser Thematik an, selbst in der Generation gewachsen, hat sie jedoch mehr getan, als sich nur dem Strom und den Massen hinzugeben, vielmehr versucht sie sich, auch das sehr erfolgreich, einfach mal dagegen zu stellen und selbst zu mobilisieren. Nach ihren Singles folgt nun die erste EP „Heaven (is not made for you)“, mit fünf Songs die berühren und auch lässig zum Träumen und Tanzen verführen und natürlich auch die beiden Singles beinhalten. Grund genug sich mal mit der jungen Künstlerin zu unterhalten.

 

Interview/Text: Thomas Bachenberg

Fotos: Lauren Leis

 

TO GO: Stell Dich doch bitte unseren Lesern vor.

Gerne! Ich bin eine Künstlerin aus München und mache Musik unter dem Namen LORiiA, ziemlich elektronisch und persönlich.

 

TO GO: Wie hast Du angefangen Musik zu machen?

Eigentlich mit meinem Kinder-Ich und meinem Kassettenrekorder.  Ich erfand gerne kleine Lieder über meine Kindersorgen oder süße Jungs. So richtig angefangen habe ich aber in der Grundschule mit der Blockflöte. Später habe ich die Gitarre und das Klavier entdeckt und damit hatte ich endlich das richtige Tool um wirklich Songs zu schreiben. Zum Gesang kam ich dann über meine Lieder.

 

TO GO: Nun ist Deine erste EP erschienen. Bist Du mit dem Ergebnis zufrieden?

Ich bin wirklich stolz darauf. Wir haben über ein Jahr daran gearbeitet. Es war ein verdammt harter Weg von meinen Anfängen als Musikerin bis hier her. Es gibt so viele Stile und Einflüsse – es ist nicht leicht die Meinungen oder Wünsche Anderer und vielleicht auch die eigenen auferlegten, auszublenden und sich wirklich ganz auf sich selbst einzulassen. Am Ende muss man sich erlauben sich selbst zu sein und auch verstehen, dass das, für heute, genug ist. Das Album war für mich in der Hinsicht ein Befreiungsschlag. Ich habe das Gefühl, dass meine ganze musikalische Geschichte darin steckt. Und dass das auf dem Album wirklich ich bin. Es ist für mich definitiv ein guter Startschuss!

 

TO GO: Welche Auswahlkriterien hast Du für die EP-Songs angesetzt?

Alle Songs auf dem Album sind im letzten Jahr entstanden und haben das Kapitel LORiiA eingeleitet. Ich empfand von Anfang an genau diese Combi als rund. Sie behandeln alle ein ähnliches Gefühl, eine ähnliche Situation, haben für mich eine zusammenpassende Farbpalette und sind gesellschaftskritisch. Es gibt einen roten Faden. Ein Liebeslied zum Beispiel hätte nicht dazu gepasst.

 

TO GO: Wie hast Du die Produktion erlebt?

Als Wahnsinn, wunderschön, befriedigend und langwierig. Ein ständiger innerer Kampf. Ich wollte 100% zufrieden sein. Ich habe ganz klare Visionen im Kopf und lerne gerade das alles in Worte zu fassen. Ich musste deshalb vieles ausprobieren um so nach und nach meine Vorstellungen im Kopf in der Produktion zu hören.

 

TO GO: Wie wichtig sind Deine Texte für Dich?

Genauso wichtig wie die Musik selbst. Das war früher nicht so, aber das hat sich komplett gedreht. Ich hab so viel zu sagen, da ist ein Löwe in mir, der brüllt und der will raus.

 

TO GO: Planst Du denn bei Deinen Texten schon eine visuelle Umsetzung, wenn sie entstehen?

Ich habe eigentlich immer Bilder im Kopf, oder zumindest Farben, ja. Aber was am Ende dann tatsächlich rauskommt entwickelt sich erst während des Schreibens. Das Anfangsbild kann sich nochmal drehen. So gesehen plane ich die visuelle Umsetzung nicht direkt. Wichtig für mich sind der Mood, das Gefühl und vielleicht bestimmte Farben. Die hab ich im Kopf. Für die tatsächliche Umsetzung arbeite ich auch sehr gerne mit anderen Künstlern zusammen und lasse mich auf ihren Input ein. Außer ich weiß wirklich schon ganz genau wie es sein muss!

 

TO GO: Schreibst Du erst die Texte und passt die Musik an, oder umgekehrt?

Meistens entsteht beides gleichzeitig. Ich finde, dass nicht jeder Wortlaut auf jeden Ton passt. Und beide Komponenten inspirieren sich auch gegenseitig, deswegen bleibe ich gerne spontan und flexibel und versuche nicht eins dem anderen anzupassen.

 

TO GO: In Deiner Info steht, dass Du aktuell Jazzgesang studierst, aber Popmusik favorisierst. Stimmt das?

Favorisieren ist vielleicht das falsche Wort. Ich möchte in meinem Leben unbedingt noch ein Jazz Album aufnehmen. Der Jazz hat mir viel beigebracht und meinen Horizont extrem erweitert. Und er hat mit Sicherheit großen Einfluss auf meine heutigen Songs. Aber mit Popmusik bin ich aufgewachsen und ich denke, dass es mir deswegen, im Moment, etwas näher steht. Ich will mich aber auf keinen Fall einschränken!

 

TO GO: In meinen Augen ist „Burned by your glance“ eine ergreifende Jazznummer, oder korrigierst Du mich jetzt?

Auf keinen Fall! Sie ist sogar als solche geschrieben, im Zuge meines Studiums, für Jazz-Arrangement.

 

TO GO: Was ist als nächstes geplant?

Dran bleiben! Mit Blick auf das nächste Album Songs schreiben und Vorbereitungen für die nächsten Konzerte treffen. Und natürlich jede Chance ergreifen!

 

TO GO: Wann können wir mit einem vollständigen Album rechnen?

Wollt ihr eins?

 

TO GO: Auf jeden Fall.

Output von mir kommt definitiv und bald, aber seine Form bestimmt neben meiner Vision auch die Nachfrage.

 

TO GO: Wann können wir mit einem Besuch in Berlin rechnen?

Ich behaupte mal noch dieses Jahr oder Anfang nächstes Jahr! Berlin steht ganz oben auf der Liste.

 

TO GO: Was hattest Du heute zu Mittag

Muscheln! Ich bin gerade in Irland an der Westküste.

 

TO GO: Was möchtest Du abschließend loswerden?

Lasst euren Löwen raus! Er ist es wert!

 

Stream & Buy
LORiiA „Heaven (is not made for you)“
https://loriia.lnk.to/Heaven

 

Web:
YouTube Channel: https://bit.ly/2WxDi4u
Instagram: www.instagram.com/loriiawithlove
Facebook: www.facebook.com/loriiaofficial
Spotify: https://spoti.fi/2PUQmy6
Apple Music: https://apple.co/2WtF7PD
Soundcloud: https://soundcloud.com/loriiaofficial

 

 

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