HEFNER UND CO

Auch wenn die Familie Hefner nach dem Tod des Firmengründers ihre verbliebenen Anteile verkauft hat, blieb Cooper Hefner als Kreativchef beim Playboy-Magazin aktiv. Nun wechselt er innerhalb des Konzerns den Sattel. Hugh Hefners Sohn übernimmt die Leitung des Bereichs Global Partnerships.

Dass Playboys Markenname inzwischen wertvoller ist, als das verbliebene operative Geschäft dürfte kein Geheimnis sein. Nach Jahren des Niedergangs im Printgeschäft und dem Wegbruch des einst lukrativen PayTV-Markts bleibt das Hasenlogo ein kostbares Gut im Markt für Lizenzprodukte. Erst kürzlich wurde angekündigt, dass nun auch Schuhe mit dem Playboy-Logoverkauft werden.

Cooper Hefner setzt Erbe des Vaters fort

Hugh Hefners Sohn ist seit einigen Jahren in der Playboy-Gruppe aktiv. Als das legendäre Heft im Kerngeschäft der Gruppe erneut ins Wanken geriet, nachdem man die fragwürdige Entscheidung traf, keine Nacktheit mehr im Heft zu zeigen, trat Cooper Hefner seine Position als kreativer Leiter des Magazins an. Mit Aufsehen erregenden Entscheidungen wie einem ersten Transgender-Playmate versuchte er den jahrzehntelangen Auflagensinkflug des Hefts zu stoppen. Mit Stormy Daniels konnte erneut ein globaler Megastar zum Blankziehen für Playboy gewonnen werden. Dennoch musste die Taktzahl der Erscheinungsweise des Playboy-Magazins erneut gesenkt werden. Nur noch vier Mal im Jahr ist fortan eine neue Ausgabe des Magazins im Handel zu finden.

Zeit für den Hefner-Spross das Pferd zu wechseln. Über Twitter verkündete er, dass er seinen Job als Kreativleiter beim Playboy-Magazin aufgibt. Stattdessen wird Cooper ab sofort den profitablen Wachstumsbereich von Playboy Enterprises leiten: das globale Geschäft mit der Lizenzierung der Marke an Hersteller aus unterschiedlichen Branchen.

Playboys Niedergang

Der Grundstein für die heutige Playboy-Gruppe wurde 1953 mit der Gründung des Playboy Magazins durch Coopers Vater Hugh Hefner in Chicago gelegt. Nach seinem Tod 2017 fiel zunächst das Playboy Mansion an den neuen Eigentümer, der Hugh Hefner lediglich Nießnutz bis zu seinem Lebensende eingeräumt hatte. Die Erben verkauften die verbliebenen Anteile an der einst Milliarden schweren Playboy-Gruppe für wenige Millionen an die Icon Acquisitions Holdings Inc. Zahlreiche Gegenstände aus der Hinterlassenschaft Hugh Hefners kamen im Dezember unter den Hammer. Kürzlich gab es Gerüchte über den Verbleib der Sextapes, die Hefner zeitlebens von seinen eigenen Erlebnissen, aber auch von Orgien seiner Gäste im Playboy Mansion angefertigt hatte. Angeblich hat der Playboy-Gründer sie noch zu Lebzeiten zerstören lassen. Dennoch kursieren weiterhin Gerüchte, dass es beispielsweise noch Tapes geben könnte, die den inzwischen inhaftierten US-Komiker Bill Cosby eventuell bei einem seiner sexuellen Vergehen zeigen könnten.

Hugh Hefners Legende lebt so oder so weiter, zum einen in Form seines Unternehmens und zum anderen durch seinen Sohn, der darin weiterwirkt.

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