Als wären diese simplen Schritte zur Umgehung der Sperrung nicht schon peinlich genug, ist es obendrein so, dass die Umgehung des Filters weder Nutzer noch Anbieter in Konflikt mit dem Gesetz bringt. Die Verantwortung, den Zugang zu den Angeboten zu sperren, liegt juristisch offenbar einzig bei den Internetprovidern, die sich mit der Sperrung der auf der Liste befindlichen Webseiten aber wohl bereits die Hände in Unschuld waschen können.

Erneut zeigt sich also, dass die konservative Gegenbewegung in vielen Ländern an simpelsten Dingen scheitert: die Kenntnis der neuen Technologien ist einfach peinlich gering. Solange das Technikverständnis der Pornogegner und populistischen Eiferer so gering ist wie ihr Verständnis um den Freiheitsdrang der Menschen, dürfte die unmittelbare Gefahr des weltweit größer werdenden konservativen Backlashs gering bleiben.