HAUPTSTADT IN PANIK

UDO LINDENBERG – Berlin, Mercedes Benz Arena

 

Das Feuerspektakel beginnt fünf nach Acht, Explosionen, Feuersäulen, der Start einer Rakete und nein, wir reden nicht vom KISS Konzert. Es ist UDO LINDENBERG und entgegen der US-Rocker denkt der 73-Jährige noch lange nicht ans Aufhören. „Wir rocken noch weiter, so 30 Jahre“, lässt er später am Abend verlauten. Doch jetzt fliegen einem erst einmal die ganzen Effekte um die Ohren, die der Markt zu bieten hat. Dann fliegt sie ein, die „Panik Air 1“, und landet natürlich mitten auf der Bühne. Spektakulär eingespielt und umgesetzt, so kommt ein Udo nach dem anderen aus der Maschine, ebenso die Stewardessen. Udo selbst landet auf dem Laufsteg, er schwebt von der Decke ein. Eine ausgesprochen großartige Inszenierung und dann geht es auch schon mit „Honky Tonky Show“ in die stimmungsgeladene 3-Stunden Show. „Mein Ding“ und der Laden bebt. Udo liefert genau das, was die Fans in der ausverkauften Arena sehen und hören wollen. Er fährt alles auf, was man sich wünschen kann und es wird nicht langweilig. Nicht umsonst ist er mit 100 Technikern und 20 Trucks angereist, um zwei Tage die Berliner zu bespaßen. Während PHIL COLLINS an diesem Abend im Berliner Olympiastadion sitzend zwei Stunden 80er Jahre feiert, rockt Udo unaufhaltsam drei Stunden am Stück, Bühne rauf Bühne runter. Jacketwechsel und oft nimmt er die Brille ab und blickt seinen Fans direkt ins Gesicht. Viele Tänzer, Kinderchöre und seine zwei Frontsängerinnen unterstützen und geben, zusammen mit dem vier köpfigen Panikorchester, ein perfektes Entertainment-Bild ab. Dabei nutzt Udo auch immer wieder die Gelegenheit politische Statements einfließen zu lassen, ob in Songs wie „Warum sind Kriege da“ oder im sympathisieren mit Greta`s „Friday for future“-Bewegung. „Greta sagt wir brauchen mehr Panik“, verrät uns Udo und ich frage mich „wäre es jetzt nicht an der Zeit den alten Gedanken von der Panik Partei nochmal aufzurollen?“. Es fehlt nichts, „Horizont“, „Lady Whiskey“, „Andrea Doria“ oder „Sonderzug nach Pankow“ – und auch OTTO WAALKES lässt sich blicken um mit Udo „Friesenjung“ und „Highway to hell“ anstimmen zu lassen. Entertainment aller erster Sahne und vor allem „live“. Ich verneige mich.

 

Wer heute noch Langeweile hat, es gibt noch wenige Restkarten für die zweite Show in der Mercedes Benz Arena.

Fotos: c-williams

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