BRENNER BRENNEN ALLES NIEDER

BRENNER – Berlin, Maschinenhaus

 

Wir sammeln mal die Fakten: gegründet 2017, Plattenvertrag 2018, Support Tour mit THE DARK TENOR, erstes Album – und nun, glaubt eh keiner, eine 130 Minuten Soloshow. Nun würde es naheliegen wenn ein paar Coverversionen eingebaut würden, aber ein Blick auf die Setlist zeigt lediglich ein „Rock`n roll set“ bei den Zugaben. Diese Tatsachen vor der Show lassen mich eigentlich schon den Hut ziehen.

Und diese Vorschußlorbeeren bleiben bestehen. Kurz nach 20:00 Uhr entern die Jungs zu lautem Motorradgeräuschen die Bühne. Der Saal vollgepackt und nahe der Ausverlauft-Marke und schon geht es mit „Alles was ich will“ in die Vollen. Klasse Sound und eine Band, die, ginge es nach ihnen, auch vier Stunden rocken würden. Es ist eine wahre Freude die Band zu erleben, denn was hier geboten wird ist Rock`n roll pur. Eine perfekte Songauswahl, gute Bridges zwischen den Songs und eine Publikumsnähe die man sich so oft bei anderen Shows wünscht. „Hauptgewinn“, „Freunde fürs Leben“ (der erste brandneue, noch unveröffentlichte Song, „Wo du herkommst“, so geht es weiter und die Fans rasten aus, nicht nur wenn Volker seinen Bass umdreht, auf dem „Ausrasten“ steht. Immer wieder spaßige und herzliche Einlagen, ein kleiner Junge aus der ersten Reihe darf auf die Bühne, besinnliche Ansagen von Volker, ein erstklassiges Drumsolo von Mario und so weiter. Die Zeit vergeht wie im Flug und nach „Die Jungs“ gehen sie erstmals von der Bühne. Die Zugabe beginnt mit einem unglaublichen Rock`n Roll Set, in Eigeninterpretation finden sich Steppenwolf, Springsteen und Konsorten wieder, Gitarrist Marc zeigt was er alles kann und die Menge ist nicht mehr zu halten. Teilweise schon erschöpft geben sie sich dem Liebeslied „Ohne dich“ hin, welches von Volker allein am selbstgebauten Klavier gesungen wird. Ein letztes Mal kommen sie alle um „Das Leben passiert“ zu spielen und eine völlig erschöpfte Fangemeinde zu verabschieden.

BRENNER muss man live gesehen haben, egal ob als Rocker oder Pop-Fan, die Band bricht nicht nur die Schubladen auf, sondern auch so manchen Zuhörer, der glaubte das Ausflippen bereits verlernt zu haben.

Fotos: c-williams

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