DIE NEUEN WILDEN

ALBERT OEHLEN

Von Hans Werner Holzwarth

(Taschen Verlag)

 

Wie sein Bruder Markus Oehlen zählt auch Albert Oehlen zu den „Neuen Wilden“, einer Epoche Anfang der 80er, deren Künstler , wie auch Hans Peter Adamski, Dieter Horky oder Rolf von Bergmann, meist großformatige Bilder mit betonter Malweise positiv auf die Kunst einwirken. Gerade Empfindungen, wie auch Sex oder Aggression, werden zu spontan gewählten und aussagekräftigen Selbstdarstellungen. So war es auch nicht verwunderlich, wenn eins der ersten Werke von Albert Oehlen, das 1978 entstandene Wandbild für eine Hamburger Buchhandlung, ein pornografisches Detail enthielt. Das liegt gut 40 Jahre zurück und ist heute ein Detail in seiner Vita, welches eigentlich nur darauf hinweist: Oehlen macht was er denkt, fühlt und ausschließlich was er will. Das großartige Buch, welches hier vorliegt schafft einen Eindruck über das was in Oehlen vorgeht, wenn er sich mit Kunst auseinandersetzt und selbige erzeugt. Immer darauf ausgerichtet den Betrachter zu fordern, zu provozieren und dann doch eine diskutierbare Basis zu finden. Wenn Oehlen malt ähnelt es einem Film, ein sich nach vielen Seiten ausrichtendes Werk, das auch nach mehreren Diskussionen neu bewertet werden kann und immer wieder neue Betrachtungsweisen zulässt. Für den Taschen Verlag schuf er auch den Fliesenboden im Verlagshauptsitz, ohne „pornografische Details“.

Das Buch zeigt über 400 Gemälde und gibt durch textliche Beiträge zahlreiche Einblicke in die Ideen des Künstlers. Wieder ein herausragendes Kunst Buch aus dem Taschen Verlag.

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