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DIE ERFINDUNG DER WAHRHEIT

(Universum)

Kinostart: 6. Juli 2017

 

Elizabeth Sloane ist eine überaus erfolgreiche Strategin und arbeitet als Lobbyistin bei einer der angesagtesten Kanzleien der Stadt. Ihre Aufgabe ist es Politiker bei ihren Vorhaben zu begleiten, Gesetzentwürfe umzusetzen oder andere politische Entscheidungen für die Öffentlichkeit überzeugend zu gestalten. Gespielt wird diese markante Rolle von Jessica Chastain (Crimson Peak, The Huntsman) und sie macht ihre Rolle so gut, dass sie von mir dafür einen Oscar bekommen würde. Als sie für die Waffenlobby arbeiten soll und deren Pläne eines freien Waffenverkaufs den Bürgern, vor allem den Frauen im Land, als richtig verkaufen soll, ändern sich einige Dinge in ihrem Leben. Sloane bekommt von der Gegenseite ein Angebot und zieht mit einem Teil ihres Teams in eine andere Kanzlei. Der Job, den neuen Gesetzentwurf zur Verschärfung der Kontrollen  für den Waffenbesitz, zu bewältigen und am Ende zu gewinnen, was für Sloane am wichtigsten von allem ist, erweist sich als bedeutend schwerer. Die meisten Senatoren stehen hinter dem freien Verkauf und damit dem Schutz ihrer gegebenen Grundrechte. Sloane entwickelt ihre eigenen Taktiken und entlarvt dabei sehr schnell eine undichte Stelle im neuen Team. Der Job ist heiß und die Wendungen und Verläufe des Films sind eine einzige Ansammlung an realen Kämpfen innerhalb der Machtstrukturen Amerikas. Wer denkt bei uns läuft das anders, der irrt, aber das ist eine andere Geschichte. Macht kann man nicht bekommen, man muss sie sich nehmen und so verläuft der Kampf einzelner Hintermänner und Drahtzieher oder um es korrekt auszudrücken, Drahtzieherinnen spannend und wie ein Derby ohne Pause. Regisseur John Madden schafft es den Zuschauer mitzureißen, er gibt dem Bösen Amerikas ein Gesicht und schafft es dennoch die Meinung des Publikums immer wieder von einem ausgemachten Bösen zum anderen zu switchen, als würde man selbst die Gefühle aufbringen müssen, sich mit dem Gesetzentwurf auseinander zu setzen. Nichts ist wie es scheint, außer Jessica Chastain, die ist eine Sensation. Die 133 Minuten hätten gerne 266 sein können, denn der Film hat so viel Elemente am Rande beleuchtet, die, intensiver ausgereizt, noch mehr Spannung hätten erzeugen können. Vielleicht gibt es ja mal einen unendlichen Directors Cut für die Hartgesottenen. Ein großartiger Thriller mit Liebe zum Detail.

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