TIERSCHOCKER

CRAWL

(Paramount)

Kinostart: 15.08.2019

 

Ein Hurrikan der Kategorie 5 trifft auf den Bundesstaat Florida. Alle Bewohner werden aufgefordert schnellst möglichst das Epizentrum dieses Sturmes zu meiden und werden evakuiert. Die entmutigte Amateurschwimmerin Haley Keller (Kaya Scoldelario, „The mazerRunners“) macht sich jedoch auf die Suche nach ihrem vermissten Vater (Berry Pepper, „The lone ranger“ 2003). Um zu seinem Haus auf den Florida Keys und zurück in ihre Heimat zu kommen, fährt sie den Hurrikanen entgegen. Als sie schließlich den schwerverletzten Vater im Keller seines Haus entdeckt, werden die beiden vom Unwetter eingeschlossen. Dort alleingelassen müssen sich Vater und Tochter nicht nur den steigenden Fluten stellen, sondern werden noch von hungrigen Alligatoren attackiert. Ein Kampf ums Überleben beginnt und Hilfe von außen ist nicht zu erwarten.

Wenn man über das Setting der Story hinwegsieht, das zugeben Hanebüchen ist und nach dem Schema aller „Killer-Tier Filme“ abläuft, hat er durchaus ein paar Momente, in denen der Film Gefühle des klaustrophobisch-ausgeliefertseins gegenüber erbarmungslosen Kreaturen, die eigentlich nur ihren natürlichen Trieben folgen, erzeugt und in der Hilflosigkeit wider die Naturgewalten im Zuschauer einen genüsslichen Hauch von Gänsehaut aufkommen lässt. Auch darf man sich genüsslich an Verstümmelungen aller Art erfreuen, dem die Protagonisten zum Opfer fallen. Leider darf der Film, wie es in größeren amerikanischen Mainstream-Produktionen so üblich ist, nicht ohne ein „Happy End“ auskommen. Nachdem Vater und Tochter, halbzerfleischt und mehrmals wiederbelebt wurden, sich wieder in die Arme fallen können und die Hauptdarstellerin ihr Selbstbewusstsein wiederbekommt.

Der Regisseur und Drehbuchautor Alexandre Aja, international bekannt durch die Filme „High tension“ (R+D 2003) und dem kultigen Remake des Wes Craven Films „The hills have eyes“ (2006) liefert bei diesem Film leider nur enttäuschend-mediokren „Mainstream“ ab! SCHADE!

Für mich ein Film, der Kategorie „GENIALER-SCHWACHSINN“, der mit genügend Bier einen unterhaltsamen „Kino-Männerabend“ abrunden kann! Auf Grund des Sounds lohnt es sich diesen Film im Kino zu sehen, denn so nah am Hurrikan waren die meisten Zuschauer wahrscheinlich noch nie.

Oliver Marcks

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