STARKER REMAKE

DEATH WISH

(Universum)

Kinostart: 8. März 2018

Eli Raphael Roth hat uns schon öfter mal mit seiner Kunst erfreut. Für viele Kinogänger war die Neuauflage von „Baywatch“ gelungen, ich erinnere mich gerne an „Cabin fever“ und mit „Hostel“ 1 und 2 hat er sich nicht nur mit den Wirren den US-Systems angelegt, sondern auch im Blut triefenden Genre Akzente gesetzt. Davon völlig losgelöst wagt er sich an den Charles Bronson Klassiker „Death wish“ aus dem Jahre 1974. Damals war es Michael Winner, der sich der Problematik amerikanischer Waffenlobbyisten annahm und den Architekten Paul in die Zwickmühle aus Held und Verbrecher jagte. Bis ins Jahr 1994 gab es vier weitere „Death wish“-Teile mit Bronson, die allerdings keinen neuen Aufguss benötigen. Roth hält sich größtenteils an das Original und dramatisiert lediglich die Spaltung von Befürwortern und Gegenern der Waffengesetzte in Amerika etwas mehr. Er versucht zu fokussieren, auch in dem er Dr. Paul Kersey nicht als Architekten agieren lässt, sondern als Notfall Chirurgen. So gibt es mehr Einblicke in die hohe Schussverletzungsrate an nur einem Abend in Chicago und darüber hinaus geht der Zuschauer noch mehr mit Paul mental einher. Bruce Willis übernimmt die Rolle von Dr. Paul Kersey, der seine frau bei einem Überfall im Haus verliert und seine Tochter lange im Coma mit dem Leben kämpfen sieht. Da die Polizei keine Resultate bietet wird er zum Rächer, nachdem er selbst einem Überfall auf offener Straße zum Opfer fällt.

Bruce Willis als Dr. Paul Kersey spielt mehr sich selbst als eine andere Person, aber das ist eben Bruce Willis und das will der Fan auch sehen. So verwundert das Gemetzel zum Filmende nicht, ist eben Willis Style, aber es passt auch alles etwas mehr in die Neuzeit. Ob der Film nun bis ins Weiße Haus kommt und Trump die Möglichkeit bietet, seine Ideen zu untermauern, ist wohl unklar. Klar ist aber, dass die Waffengesetze ihr für und wider haben und auch in 20 Jahren noch für Diskussionen sorgen werden. Mal sehen wer dann den dritten Aufguss des Films produziert. Am Ende bleibt gute Unterhaltung, lässt man den ganzen politischen Hintergrund mal beiseite.

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