SPANNEND ALLEMAL

MIDWAY-FÜR DIE FREIHEIT

(Universum)

Kinostart:07. November 2019

 

Nachdem dem Japan am 07. 12.1941 mit dem Überfall auf Pearl Harbor und dem Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg kommt es am 04. bis zum 07.07.1942 zur Schlacht um die pazifische Midway-Inseln zwischen den Seestreitkräften der USA unter den Admirälen Chester W. Nimitz (Woody Harrelson), Vice Admiral William ‚Bull‘ Halsey (Dennis Quaid) und Raymond A. Spruance (Jake Weber) und den Admirälen der kaiserlich-japanischen Flotte Yamamoto Isoroku (Etsushi Toyokawa) und Admiral Tamon Yamaguchi (Tadanobu Asano), die zur Zerstörung der kaiserlich-japanischen Flotte führte.

Mit „Midway- Für die Freiheit“ hat der ehemalige deutsche Regisseur und Produzent von „Popcorn-Filmen“ wie 2 x „Independence Day“, „Stargate“, „White House Down“ und “2012“diesmal einen typisch amerikanisch-propagandistisch- kriegsverherrlichenden „Kriegsporno“ geschaffen indem es nur so von „Hurra-Patriotismus“, Opferbereitschaft und Vaterlandsliebe trieft. Mit dem neuesten Stand der „CGI-Technik“ stellt Emmerich semi-dokumentarisch und mit vollkommenen voyeuristisch- ästhetischen Special- Effekten, die wichtigste pazifische Seeschlacht des 2. Weltkriegs nach, untermalt mit aufdringlich-patriotischer „Kriegsmucke“, die zum „Stramm stehen“ auffordert. Während er auf der amerikanischen Seite, scheinbar reale Charaktere analysiert, z.B. Admiral Chester W. Nimitz (Woody Harrelson), Vice Admiral William ‚Bull‘ Halsey (Dennis Quaid), Lieutenant Richard ‚Dick‘ Best (Ed Skrein) u.a und sich noch in deren familiären Umfeld verliert, bleiben die Japaner eher eine gesichtslose Masse.  Für mich wirkt solch ein verherrlichender Kriegsfilm in unsere Konfliktbedrohten Zeit völlig anachronistisch und vor allem Überflüssig. Zugegeben, dieser Film ist ein handwerklich gut gemachter und effektreicher Kriegsfilm mit einer namhaften Besetzung, u.a. Woody Harrelson, Aaron Eckhart, Denis Quaid, Ed Skrein, Luke Evans, Mandy Moore, der aber den Krieg auf fatale Weise zu einem Spiel patriotischer Worthülsen, nationalistischer Stereotypen und harter Männer reduziert und durch seine „voyeuristisch-ästhetischen „Special-Effekte“ kaum die historischen Zusammenhänge erläutert.  Da nützt es am Ende auch nichts, das Emmerich, diesen Film allen Soldaten der Schlacht und den chinesischen Opfern der japanischen Besetzung Chinas widmet! Interessanter Weise wurde dieser Film ausgiebig mit chinesischem Geld produziert- Honi Soit Qui mal y Pense!?

jens oliver marcks

 

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