ROBERT SHEEHAN

Dean Devlin ist als Filmdirektor noch recht unerfahren. BAD SAMARITAN ist gerade mal der zweite Film, der es auf die kinoleinwand geschafft hat, nach einem bewegenden GEOSTORM im letzten Jahr. Aber das bedeutet nicht, dass er unerfahren ist, denn was Devlin kann sind Serien und da hat er schon eine ganze Menge als Regisseur begleitet, so zum Beispiel THE QUEST oder LEVERAGE. Jetzt kommt BAD SAMARITAN fürs Home Entertainment auf den Markt, nachdem der Film schon auf dem Fantasy Filmfest für Jubel gesorgt hat.

Der Jubel ist aber nicht allein Dean Devlin zuzuschreiben, sondern auch seinem Hauptdarsteller Robert Sheehan. Sheehan kann auf paar beeindruckende Rollen verweisen und damit verbunden auf ein paar interessante Filme wie: „Der letzte Tempelritter“, „Killing Bono“, zahlreiche Serienauftritte und „Mortal Engines“, der im Dezember in die deutschen Kinos kommt. Egal welche Rolle Sheehan auch übernommen hat, sie war immer sehr charakterstark und das macht seine Kunst zu schauspielern auch aus. Jetzt, in einer der Hauptrollen in BAD SAMARITAN, scheint Sheehan voll aufzugehen und all sein Talent zu zeigen. Die Rolle des naiven, gefühlvollen Kleinkriminellen Sean Falco ist ihm wie auf den Leib geschrieben.

Sean arbeitet zusammen mit seinem Freund Derek für ein angesagtes Restaurant. Sie nehmen am Eingang die Wagen an und während einer den Wagen parkt, räumt der andere in der Zeit die Wohnung, meist Häuser der Gäste aus. Dieser Job macht sich bezahlt und täglich erfreuen sich die Beiden ihrer Beute. Als Sean eines Tages in einem Haus eine angekettete, geknebelte und gefolterte Frau entdeckt, bricht die blanke Panik aus. Ausgerechnet Besitzer Cale (David Tennant), ein angesehener Bürger der Stadt, kommt früher nach Hause als geplant und merkt, dass irgendetwas nicht stimmt. Die Versuche von Sean die Polizei zu motivieren zu ermitteln scheitert nicht nur an Cales Ansehen, sondern auch an der Tatsache, dass Sean die Informationen hat weil er Einbrecher ist. Als er erkennt, dass er selbst etwas unternehmen muss, zieht er damit Cale`s Wut auf sich und erkennt viel zu spät, das Cale ein strategisch denkender Killer ist, der immer einen Schritt voraus denkt und somit Sean mehr unter Druck setzt, als dieser es gebrauchen kann. Und am Schluss gibt es sogar einen gut pointierten Witz, den man so nicht vermutet hat.

BAD SAMARITAN glänzt durch immer neue Aktionen von Cale und schwenkt schneller um, als manch einer verfolgen kann. Düstere Kameraführungen in einer eisigen Schneelandschaft geben die richtige Atmosphäre und so hätte das Gesamtbild nicht passender sein können. Der Film hat so viel Stoff und Nebenstränge und bleibt dennoch bei einem klaren roten Faden. Dean Devlin hat wirklich ganze Arbeit geleistet, ebenso wie sein Cast.

 

Unser SLATE MAGAZINE bekam die Gelegenheit ein kurzes Interview mit Robert Sheehan zu führen, der leider typisch amerikanisch, ausschließlich über seinen neuen Film reden wollte.

 

SLATE: Bitte erzähle unseren Lesern etwas über das Casting und wie Du zu der Rolle in BAD SAMARITAN gekommen bist?

Robert: Als ich mit Cap`n Dean (Regisseur Dean Devlin, Anmerk. Der Red.) Ende 2014, Anfang 2015 GEOSTORM gedreht habe, gab er mir bereits das Script von „Bad samaritan“, welches damals noch den Titel „No good deed“ trug.  Er bat mich es zu lesen. Ich habe es in einem durchgelesen und liebte es von der ersten Minute an, so war ich drin.

 

SLATE: Was hat Dich an dem Script so fasziniert?

Robert: Es ist selten, dass ein Film als Script einen so ergreifen kann. Auch ist es für einen Schauspieler wichtig sich immer zu entwickeln und Territorien zu besetzen. Diese selbstzerstörerische Reise von Sean erschien mir wie eine neue Entwicklung für mich. Die Tatsache, dass ein Regisseur wie Dean den Glauben in mich setzte, die Hauptrolle zu besetzen, begeisterte mich sehr.

 

SLATE: Konntest Du an der Figur des Sean Falco noch kreativ arbeiten, oder war alles bis ins Detail geplant?

Robert: Es ist immer die Aufgabe eines Schauspielers einen Charakter klar und ersichtlich als Menschen zum Leben zu erwecken. Der Großteil von Sean`s Dialogen war bereits geschrieben, aber es gab eine Menge Platz für flexibles Agieren und interessante Sachen während der Aufnahmen einzubringen.

 

SLATE: Da es sich erst um Dean Devlin`s zweiten Kinofilm handelt, erzähl unseren Lesern doch bitte etwas über seine Art zu Arbeiten.

Robert: Dean und ich hatten viele lange vorbereitende Gespräche über den Charakter und was Sean antreibt bei den Dingen die er tut. Das war sehr wichtig für mich, denn immer wenn es Sean nicht bewusst war, was er tun muss, dann musste ich die richtige kreative Entscheidung fällen. So mussten wir einmal eine Szene schnell ausblocken, doch dann entwickelte sich die Szene plötzlich und wir perfektionierten sie immer wieder.

 

SLATE: Hattest Du Alpträume während der Aufnahmen?

Robert: Ich wünschte ich hätte welche gehabt, aber wir hatten einfach keinen Schlaf. Wir filmten jede Nacht und das acht Wochen lang.

 

SLATE: Vielen Dank

 

 

BAD SAMARITAN ist gerade bei Atlas Video als DVD und BluRay erschienen.

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