RASANTE FAHRT

STEIG NICHT AUS

(NFP)

Kinostart: 12. April 2018

Hochzeitstag, Karl Brendt, gespielt von Wotan Wilke Möhring, will seine Frau überraschen und nimmt einen früheren Flug zurück nach Berlin. Doch seine Frau Simone, gespielt von Christiane Paul, ist in Eile. Sie muss die Kinder Josefine und Marius  in die Schule bringen und hat ein Einstellungsgespräch, was sich später als Treffen mit dem geliebten herausstellt. Die Familie lebt in einem schönen Designerhaus, denn Karl ist Bauunternehmer in Berlin. Karl übernimmt die Fahrt zur Schule und plötzlich klingelt auf der Fahrt ein Handy. Der Anrufer informiert Karl darüber, dass unter allen Sitzen eine Kontaktbombe liegt, die ebenfalls per Fernzündung geschaltet werden kann. Der gut informierte Erpresse fordert bis auf den Pfennig Karls Privatvermögen und 400.000€ von den Firmenkonten. Auch wenn Karl Prokura hat, so kann er nicht mehr als 50.000€ eigenständig anweisen, er braucht die Gesellschafter und das vom Telefon aus. Es sieht alles nach einer Mischung aus Speed und noch mehr Speed aus, doch in der Mitte des Films erfährt dieser einen gelungenen Turn around und schafft es dann doch noch Spannung zu erzeugen und Dynamik ins Spiel zu bringen. Völlig unrealistisch der Schluss, den aus rechtlicher Sicht mangelt es hier an realistischen Anhaltspunkten, selbst bei unserem meist ungerechten Rechtssystem. Begeistern kann mich allerdings die bissige und bösartige Polizeigewalt, der sich jeder Mensch in einer Situation ausgesetzt sehen muss, die er nicht selbst herbeigeführt hat. Emily Kusche überzeugt erneut mit einer großartigen Leistung, die den ganzen Film glaubwürdiger erscheinen lässt, was sonst nur ihrem gespielten Bruder Carlo Thoma gelingt und natürlich Marc Hosemann als Lukas. Wotan Wilke Möhring wirkt zu weinerlich und lässt seine Überzeugungskraft vermissen. Auf der einen Seite sinkt er in sich zusammen sobald eine neue Problematik auftaucht, auf der anderen Seite versucht er bis zum Schluss seine Gesellschafter zu überzeugen Geld anzuweisen und soll den Eindruck eines skrupellosen Bauunternehmers machen. Für Unterhaltung ist allemal gesorgt und man muss ja dankbar sein, dass Regisseur Christian Alvart nicht den Schweiger in den Cast geholt hat.

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