MAL ANTESTEN

THE DEAD DON`T DIE

(Universal)

Kinostart: 13. Juni 2019

 

Nachdem die Menschheit mit „polaren Fracking Gas“ die Erde aus den Gleichgewicht gebracht hat, erheben sich in der Kleinstadt „Centerville“ die Untoten und lechzen in guter Zombiemanier nach dem Fleisch und Blut der Einwohner. Auch giert es den Zombies nach Drogen, Süßigkeiten, Internet und den neusten Konsumartikel. Die Kleinstadt Sheriffs Chief Cliff Robertson (Bill Murray), Ronnie Peterson (Adam Driver) und Mindy Morrison (Chloë Sevigny) versuchen den Untoten Einhalt zu gebieten, ziehen aber den kürzeren. Am Ende überlebt nur ein konsumverweigender Einsiedler (Tom Waits) dieses Horrorszenario, während Rassisten (Steve Buscemi) und andere Gestalten aus „Trumpland“ das zeitliche segnen.

Was so abgedreht klingt hat auch System, da der Regisseur von „The dead don’t die“

Jim Jarmusch heißt.

Nicht nur die oben genannten Schauspieler, die ihn schon in anderen seiner Filme begleiteten ( Bill Murray/Chloë Sevigny  aus „Broken Flowers“,  Adam Driver aus „Paterson“,  Tom Waits, in beinahe allen seinen Filmen oder auch Tilda Swinton („Only Lovers Left Alive  ) kamen als er rief, sondern auch Schauspieler wie Iggy Pop, Danny Glover, Selena Gomez usw., um mit dem Regisseur seine „Zombie-Visionen“ zu realisieren.

Herausgekommen ist dabei weniger ein blutiger Zombie-Horror, als eine bissig-satirische Konsum- und Kapitalismuskritik, in der die lebenden Menschen eigentlich die wahren „Zombies“ sind, die selbst als Untote nicht aus ihrem Konsumverhalten ausbrechen können.

Der Regisseur tritt dabei meisterlich in die Fußstapfen von G.Romero, dessen Gesellschaftskritik sich in seinen Meisterwerken widerspiegelt. Doch Jim Jarmusch hält aber trotzdem an seiner Linie fest, weitere „Meta-Ebenen“ (fabelhaft hier u.a.Tilda Swinton) in seine Filme ein zu bauen um das Genre des Zombiefilms „ad absurdum“ zuführen. Leider verschenkt er dabei auch Handlungsebenen, in dem er begonnene Handlungsstränge nicht „weiterspinnt“.

Der Filmtitel „The dead don’t die“ ist dem gleichnamigen Song von Sturgill Simpson entlehnt, der auch den Rhythmus des Films angibt.

Wer Jim Jarmusch und seine eigenwilligen Filme kennt, kommt auch hier voll auf seine Kosten.“ The dead don’t die“ ist zwar nicht eines seiner Meisterwerke wie z.B. „Night on Earth“, „ Dead Man“ oder „Only Lovers Left Alive“ aber dennoch SEHENSWERT. Ich empfehle „The dead don’t die“ in OV zu sehen. Die deutsche Synchro-Fassunng hat mich nicht überzeugt!

 

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