EHE DRAMA

WHATEVER HAPPENS

(Universum)

Kinostart: 30. November 2017

Hannah und Julian haben beschlossen sich zu trennen. Wenn diese Tatsache auch hart ist, so hat es den Anschein, als gehe dies bei den Beiden sehr friedlich, manchmal sogar liebevoll zu bzw. auseinander. Hannah und Julian, das sind Sylvia Hoeks (Senkrechtstarter der Bernlinale 2011) und Fahri Yardim (dem die Rolle fast auf den leid geschrieben ist), agieren anfangs wie ein Ehepaar, welches sich aus rationalen gründen trennen, doch schon die erste Rückblende zeigt, wie unrational die beiden Charaktere sind, wie spontan sie waren, vor nur sieben Jahren. WHATEVER HAPPENS versucht ab jetzt die Geschichte der beiden zu erzählen und das ist dann auch schon der einzige negative Aspekt an diesem Film, diese Rückblenden. Warum erzählt man nicht die ganze Geschichte, die zahlreiche spannende und unvorhersehbare Momente beinhaltet, von Anfang bis Ende. Der Zuschauer schläft nicht ein bei konstant verlaufenden Streifen, aber er kann den faden verlieren wenn Rückblenden auch zeitschienen ändern, wie in diesem Film. Der eigentliche, geschichtliche Verlauf dieser Beiden ist romantisch und hat etwas Besonderes, gerade bei der Art ihres Kennenlernens. Es kommen viele Dinge wie sie kommen müssen und dennoch hat es Regisseur und Drehbuchautor Niels Laupert geschafft überraschende Abläufe einzubauen. Mögen manche etwas unrealistisch erscheinen oder manchmal auch „sooooo“ typisch, sie passen, sie machen Spaß und sie gehören einfach in diesen Film. Der Film führt uns, in kleinen Episoden, das Leben vor, der Film zeigt uns Abläufe, die wir vielleicht erlebt haben oder Gefahr laufen diese zu erleben. An vielen Stellen führt WHATEVER HAPPENS die Tücken des Alltags vor die Kamera, die übrigens gut geführt und noch besser geschnitten, dem Film einen besonderen Bonuspunkt verleiht. Wer deutsche Filme mag, die Realität verarbeiten und versuchen den Zuschauer ein wenig mit der Nase auf die Probleme des Zusammenlebens stupsen, die einem zeigen wie hilflos Kinder in typisch erwachsenen Abläufen aussehen können und die am Ende zeigen, wie einfach doch die Lösung sein kann, der wird diesen Film lieben. Gelungen ist am Ende auch der Soundtrack, den es leider nicht als CD oder auf Vinyl gibt. Somit sollte man sich mal nach Robert Laupert aka L´aupaire umsehen oder besser hören, der einen Großteil der Musik beigesteuert hat. Ein schönes Stück leichtes deutsches Kino.

Durch die fortgesetzte Nutzung der Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr Informationen

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close