BEDRÜCKEND

AUS DEM NICHTS

(Warner Bros)

Kinostart: 23. November 2017

Fatih Akin wagt sich an die erste Verfilmung zu den NSU Attentaten. Katja verliert ihren Mann Nuri und ihren Sohn Rocco bei einem Nagelbomben Anschlag vor dem Laden ihres Mannes. Ein wahllos erfolgtes Attentat wie sich rausstellt, denn das Neonazi-Ehepaar Edda und Andre hatte dazu keine weiteren Pläne, es hätte also jeden treffen können. Der Film robbt sich durch die Leidenswege nach dem Anschlag bis zur Verhandlung, nachdem die beiden Täter verhaftet wurden. Doch im Prozeß wird das Opfer wieder zum Täter gemacht und so erfolgt ein Freispruch auf Grund von Verfahrensfehlern, die Katja zur Last zu legen sind. Erneut wird aufgezeigt wie unser Justizsystem agiert, wie machtlos der Staat gegen willkürliche Terroristen ist und was für ein Possenspiel das Hantieren zwischen Anwälten, Staatsanwälten und Richtern überhaupt ist. Katja bleibt somit nur der Weg der Selbstjustiz, aber besonders spannend ist die Umsetzung auch nicht.

So glaubhaft auch Diane Kruger als Katja ist, so gesichtslos zieht der Film an einem Vorbei, wobei über die Frage: ob wir so einen Film überhaupt brauchen, noch gar nicht näher betrachtet ist.

Für ein kleines Fernsehspiel hätte eine 75 Minuten Fassung des Films noch einen gewissen Charme, aber als 100 Minuten Kinofilm ist er überflüssig und ohne jeden Unterhaltungswert.

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