AKTUELL IM KINO

Das Perfekte Geheimnis

(Constantin)

Kinostart 31.Oktober 2019

 

Die Freunde Carlotta (Karoline Herfurth), Leo (Elyas M’Barek), Pepe (Florian David Fitz) Bianca (Jella Haase), Simon (Frederick Lau), Eva (Jessica Schwarz), und Rocco (Wotan Wilke Möhring) verbringen einen schönen Abend bei Gesprächen und, Essen und Trinken. Als das Gespräch auf die heutige Abhängigkeit von Smartphones und Internet, beschließen die Freunde, teils widerwillig teils neugierig ein Spiel zu spielen. Jeder legt sein Smartphone auf den Tisch und alle eingehende Kommunikation, sollen mitgehört bzw. bei Textnachrichten vorgelesen werden. Was als harmlosen Spiel bei belanglosen Nachrichten beginnt, artet bald zu einem psychologischen „Seelenstriptease“ aus, bei dem Beziehungen und Freundschaften in Frage gestellt werden. Wieder erweist sich das Sprichwort für war: „Wer die Wahrheit sagt, wird gehenkt“!

Der Film „Das Perfekte Geheimnis“ ist eine Adaption des italienischen Films „Perfetti Sconosciuti“ (2016), dessen Story mittlerweile von acht(!) unterschiedlichen Ländern übernommen wurde. Verantwortlich für die Regie und das Drehbuch ist einer der erfolgreichsten deutschen Regisseure und Drehbuchschreiber Bora Dagtekin, der mit „Fack ju Göhte“ und „Türkisch für Anfänger“ Kinogeschichte in Deutschland geschrieben hat.

Hier liegt das Problem dieses Films. Während „Perfetti Sconosciuti“ und seine anderen weltweiten Ableger, die französische Adaption ist auf „Netflix“ unter „Nichts zu verbergen“ abzurufen, als gesellschaftskritische Satire und Drama daherkommen, macht Bora Dagtekin daraus, vor allem am Schluss mit seinem überflüssigen Epilog, eine Komödie. Die Schauspieler sind mit Karoline Herfurth (Carlotta) Elyas M’Barek(Leo), Florian David Fitz (Pepe), Jella Haase (Bianca), Frederick Lau ( Simon), Jessica Schwarz( Eva) und Wotan Wilke Möhring (Rocco ) dann auch dementsprechend besetz und bleiben und chargieren selbst in den wirklich angespannt-dramatischen Momenten sehr blass und ambitionslos drauflos. Zwar wird das Publikum durchaus unterhalten, aber durch die Banalisierung der Konflikte, wird der Film zu beliebig. Vielleicht können wir Deutschen nur noch Komödie und nicht mehr Drama! Zumindest schafft es Herr Dagtekin nicht. Bleibt mir nur der Tipp, wer Netflix hat, sollte sich lieber die französische Version dieser Geschichte ansehen.

jens oliver marcks

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