WARNUNG VOR IKEA

Es sind leider immer wieder die großen Konzerne, die den Endverbraucher schädigen, verarschen oder sich sogar an ihm bereichern. Ob Post, Kurierdienst oder aktuell IKEA.

Wir haben die Unterlagen einer Berlinerin bekommen, die vier Wochen vor weihnachten eine IKEA Online Bestellung aufgegeben hat. Andrea K. (Name von der Redaktion geändert) bestellte verschiedene Artikel, die teilweise als Geschenk zu Weihnachten gedacht waren. Ein paar Tage später erhielt sie einen Liefertermin, doch an dem angegebenen Termin klingelte es nicht an der Tür in dem Hochhaus, welches mit 60 Mietparteien bewohnt wurde.

Eine Nachbarin brachte ihr viel später eine Zustellkarte, die sie vor dem haus auf dem Boden gefunden hatte. Es handelte sich dabei um die Zustellkarte der Firma Rhenus, die Ware im Auftrag von IKEA ausfährt. Sie müssen die Karte also vor dem haus auf den Boden gelegt haben, ohne sich die Mühe zu machen die Karte in den Briefkasten zu werfen. Zum Zeitpunkt der „angeblichen“ Lieferung befanden sich drei Personen in der Wohnung von Andrea K. – Als diese darauf hin die Nummer auf der Karte wählte, wurde ihr mitgeteilt, dass es zu spät sei für eine erneute Lieferung. Die Ware gehe jetzt zurück ins Lager.

Der Versuch IKEA zu erreichen gestaltete sich schwierig, denn die Telefonleitung ließ sie über 40 Minuten in der Warteschleife, dann ertönte „Sie rufen außerhalb unserer Geschäftszeiten an“, wohl gemerkt mitten in den Geschäftszeiten. Online schob IKEA Terminvergaben auf den Spediteur Rhenus, dieser sagte auf Nachfrage „er sei für Liefertermine nicht zuständig“. Alles sehr kundenfreundlich.

Eine weitere Möglichkeit sich zu beschweren bot der Chat bei IKEA. Auch diese Möglichkeit wählte Andrea K. – in dem Chatverlauf wurde Andrea K. die Schuld gegeben, dass sie nicht die Tür geöffnet hatte. Am Ende wurde der Chat einfach von IKEA abgeschalten. Eine Kopie des Chatverlaufes war Andrea K. nicht möglich, die in dem Chat zudem als „Tante Frieda“ benannt wurde – was eine Glaubhaftmachung vor Gericht nahezu unmöglich machen würde.

Die Möglichkeit den verlauf der Ware online zu verfolgen war auch eine Option, doch gab es die Ware laut Online-Verfolgung nicht mehr. Sie war weg.

Auf Nachrichten von IKEA, die natürlich das Geld am Tag der Bestellung per paypal bekommen hatten, wartete Andrea K. vergeblich.

Am siebten Tag gelang sie an einen Mitarbeiter, nach 65 Minuten Telefonwarteschleife. Dieser sagte lediglich „Man wird sich wegen einem neuen Termin melden“. Darauf wartet die Kundin heute noch.

Somit sollte sich jeder genau überlegen, ob er bei IKEA eine Online Bestellung macht, das Unternehmen arbeitet mit dem Geld und verarscht den Kunden durch dubiose Praktiken, die wir nun der Verbraucherschutzzentrale übermittelt haben. Aber auch die Spedition Rhenus muss man im Auge behalten, da deren Fahrer anscheinend zu faul sind die Klingel der Kunden zu bedienen.

O.Williams

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