WERNER SPIESS WIRD 80

dazu erscheint auch ein neues Buch aus seiner feder, welches wir in der Buchredaktion bereits ungeduldig erwarten.Werner Spies: Picasso zwischen Beichtstuhl und Bordell

Schuld, Vergebung, Angst – Themen, die schon manchen beschäftigt haben.

So auch Werner Spies, wenn er den Entwurf zu einem Beichtstuhl betrachtet, den der französische Architekt Maurice Boille (1883–1966) 1907 bei einem Wettbewerb in Paris eingereicht hat. Ein Beichtstuhl, der mehr Angst vermittelt als die Gewissheit möglicher Vergebung. Zwei Jahre zuvor ist Frankreich laizistisch geworden, seitdem sind Kirche und Staat per Gesetz getrennt. Worauf also soll man bauen? Was gilt? Im selben Jahr – 1907 – arbeitet Pablo Picasso (1881–1973) an den Demoiselles d’Avignon, einem Bild, das seine verstörende, seine revolutionäre Sprengkraft bis heute bewahrt hat. Was wird hier aufgeführt, was ist dargestellt? Ein Bordell? Woher die dunkle Zerrissenheit und Hässlichkeit? Ist es, wie manche Exegeten es lesen, eine Beichte?

Und wie steht es heute mit den Möglichkeiten von Erlösung und Vergebung? Wohin mit unserer Angst? Finden wir (noch) Halt in der Kunst, heute, wo Religion den meisten nichts mehr gilt? Fragen, die sich aus der Spies’schen Gegenüberstellung Boille–Picasso ergeben.

Dieser Titel ist der erste Band der MINIBIBLIOTHEK des Piet Meyer Verlags. Mit einem Format von 8 x 15 cm passt es auch in kleine Taschen und für ein schmales Budget. Piet Meyer ehrt Werner Spies mit diesem Buch zu seinem runden Geburtstag.

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