SONDERPREIS FÜR KLAUS KORDON

Beltz&Gelberg-Autor Klaus Kordon wurde bei der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet. Der Autor erhält den mit 12.000 EUR dotierten Preis für das Autorengesamtwerk. Die Jury ehrt damit Kordons  kinder- und jugendliterarisches Werk. Der Preis wurde am Abend von Regina Pantos, der Vorsitzenden der Sonderpreis-Jury, überreicht.

PortrŠait Autor Klaus Kordon

 Klaus Kordon wurde 1943 im Berliner Nordosten geboren. Nach dem Tod der Eltern – der Vater fiel im Zweiten Weltkrieg, die Mutter starb 1956 – kam Kordon ins Kinderheim, später ins Jugendheim. Nach einer Ausbildung als Fernsehmechaniker, machte er das Abitur und studierte Volkswirtschaft in der DDR. Ein gescheiterter Fluchtversuch führte 1972 zu einem Jahr politischer Haft. Im Jahr 1973 kaufte ihn die Bundesrepublik Deutschland frei. Seine Hafterfahrungen verarbeitete er im Roman »Krokodil im Nacken«, für den er 2003 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. Klaus Kordon lebt heute in Berlin.

Seit 1980 ist er als freiberuflicher Schriftsteller tätig. Seine zahlreichen Veröffentlichungen (Erzählungen, Lyrik, Kinder- und Jugendbücher) wurden in viele Sprachen übersetzt und mit namhaften nationalen und internationalen Preisen bedacht.

Bei Beltz & Gelberg erschienen viele seiner Romane, darunter die Kinderbücher »Brüder wie Freunde«, »Die Reise zur Wunderinsel«, »Monsun oder Der weiße Tiger« oder »Wie Spucke im Sand«. Kordon gilt mit seinen historischen Jugendromanen als »Chronist der deutschen Geschichte«. In seiner Literaturliste finden sich unter anderem die berühmte »Trilogie der Wendepunkte des 20. Jahrhunderts« (»Die roten Matrosen oder Ein vergessener Winter«, »Mit dem Rücken zur Wand«, »Der erste Frühling«) oder die »Jacobi-Saga« (»1848. Die Geschichte von Jette und Frieder«, »Fünf

Finger hat die Hand«, »Im Spinnennetz. Die Geschichte von David und Anna«).

Auch seine Biografie über Erich Kästner – »Die Zeit ist kaputt« – wurde im Jahr 1995 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Bereits 1998 erhielt Klaus Kordon den Alex-Wedding-Preis der Akademie der Künste zu Berlin und Brandenburg für sein Gesamtwerk.

Sein aktuelles Buch »Der einarmige Boxer. Eine Liebesgeschichte« ist ein intensiver Roman, in dem Klaus Kordon von einem Mädchen erzählt, das eine mutige Entscheidung trifft, mit der sie alle gegen sich hat.

 

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