DIE POLITIK SCHLÄFT WEITER

Ring frei für möglichst viele Unterstützer: Der Reisebüro-Verband VUSR hat beim Deutschen Bundestag eine Petition gestartet, mit der die Rechte von Flugreisenden für den Fall von Airline-Insolvenzen gestärkt werden sollen. Der Verband fordert darin, dass Fluggesellschaften, die unter deutschem Recht Beförderungsverträge schließen, gesetzlich dazu verpflichtet werden, die vereinnahmten Kundengelder gegen die eigene Insolvenz zu versichern. „Hier muss die Politik endlich reagieren“, fordert die VUSR-Vorsitzende Marija Linnhoff. „In ganz Europa müssen sich Reiseveranstalter und Reisebüros entsprechend versichern, warum also nicht auch Airlines?“
Nach Ansicht des VUSR haben gerade die vergangenen Monate gezeigt, dass sich der europäische Luftfahrtmarkt seit der Air Berlin Insolvenz im Personenverkehr nicht stabilisiert hat. „Hier gibt es dringenden Handlungsbedarf, da der Flugmarkt einem derart starken finanziellen Druck ausgesetzt ist, dass mit weiteren Insolvenzen zu rechnen ist“, bekräftigt Marija Linnhoff. „Mit unserer klaren Forderung an die Politik stellen sich Reisebüros nun an die Seite der Verbraucher und sprechen für ihre Kunden. Millionen von Kunden bringen uns Fachleuten in der Touristik ein entsprechendes Vertrauen entgegen und weder wir noch die Politik dürfen den Wunsch nach einer Absicherung der vorab geleisteten Zahlungen länger überhören.“
Marija Linnhoff weiter: „Die Politiker müssen ihrer Verantwortung für die Verbraucher gerecht werden und dafür sorgen, dass auch im Flugsegment vorab gezahlte Leistungen abgesichert werden.“ Mit der Petition an den Deutschen Bundestag habe der VUSR nun eine wichtige Initiative ergriffen, damit endlich Umsetzungen in Gang kommen.
Linnhoff wünscht sich nicht nur vom Verbraucher Unterstützung für die Petition, sondern auch von der gesamten Tourismusbranche. „Wir würden uns wünschen, dass wir hier alle an einem Strang ziehen“, so das Plädoyer der VUSR-Vorsitzenden. „Zugleich sind wir uns aber sicher, dass allen Branchenteilnehmern und auch anderen Verbänden die Brisanz und Dringlichkeit dieser Petition bewusst ist.“ Zudem erhofft sich der VUSR Schützenhilfe vom Verbraucherschutzverband.
Die Petition des VUSR findet sich unter folgendem Link:
Auch in allen Reisebüros liegen laut VUSR Unterschriftenlisten zur Unterzeichnung der Petition aus. Am 17. Dezember 2018 endet die sogenannte Mitzeichnungsfrist für die Petition. Werden 50.000 Unterschriften erreicht, bekommt der VUSR eine Anhörung im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages. Dies war ihm bereits 2016 mit einer Petition zum neuen Pauschalreiserecht geglückt.

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