ROCK ME MISS ROCKESTER

Silvana Mehnert alias MISS ROCKESTER überrascht mit einem ganz besonderen Album. „Dieser Moment“, eingespielt mit dem Orchester ELBLAND PHILHARMONIE SACHSEN, ist mehr als nur ein Moment, für den Künstler und für den Zuhörer. 13 Songs mit großer Begleitung, Pop in sanftem orchestralen Gewand und einer engelsgleichen Stimme. Harmonie mit Passion, Ausdruck einer schwebenden Feder gleichend, ganz großes Kino.

 

TO GO: Bitte erzähle uns etwas über Deine Jugend?

In meiner Jugend gab es eigentlich nur zwei große Themen, die mir wichtig waren, die Musik und Inlineskaten. Ich habe schon als kleiner Stepke ständig gesungen und Musik gehört. Die erste „Tonbandaufnahme“ von mir hat mein Papa aufgenommen, da war ich gerade mal 2 Jahre alt. ;o)  Im Alter von acht Jahren wurde ich Mitglied des Philharmonischen Kinderchores Dresden und damit wurde auch der Grundstein meiner musikalischen Laufbahn gelegt. Ganze elf Jahre habe ich dort gesungen und mit diesem wunderbaren Chor die Welt bereist. Parallel dazu habe ich mit 13 Jahren angefangen Klavierunterricht am Konservatorium zu nehmen und den Rest der Zeit verbrachte ich auf Inlineskates. Rückblickend eine unglaublich tolle Zeit, aber das weiß man ja leider auch immer erst hinterher. ;o)

 

TO GO: Welche Musik hast Du als Teenager gehört?

Ich habe ziemlich viel Musik gehört also von Klassik bis Pop/Rock war alles dabei. Ich liebe Chopin und Debussy, beide Komponisten liegen mir auch heute noch sehr am Herzen. Im Pop-Rockbereich habe ich wirklich querbeet gehört. Da waren dabei Queen, The Kinks, Joe Cocker, Craig Armstrong, Earth, Wind & Fire, Skunk Anansie, Take That, Söhne Mannheims, Depeche Mode und Filmmusik.

 

TO GO: Du hast schnell begonnen eine Gesangsausbildung zu machen?

Naja, die Ausbildung ist in erster Linie zu mir gekommen. Jedes Chorkind musste eine Grundausbildung absolvieren, diese beinhaltete damals Notenlehre, Gesangsunterricht und rhythmische Gymnastik. Und erst nach einem Jahr erfolgreich absolvierter Grundausbildung konnte man richtig in den Chor aufgenommen werden.

 

TO GO: Verändert sich das jugendliche Wesen, wenn man einem so ernsten Hobby nachkommt?

Das ist eine gute Frage, ich glaube jedes Hobby, das man mit einer gewissen Konsequenz und Leidenschaft verfolgt prägt einen Menschen. Ich hatte immer den Eindruck das Menschen die für eine Sache brennen und schon in frühen Jahren sehr fokussiert sind, irgendwie klarer im Kopf sind.

Man übernimmt früh Verantwortung für sein Leben, was einem sicherlich in vielen Punkten schneller erwachsen werden lässt, obwohl ich das von mir nicht behaupten kann.

 

TO GO: Gab es damals schon den Gedanken einmal Sängerin zu werden?

Ja, den Gedanken gab es wirklich schon immer, aber den Mut aufzubringen alles auf eine Karte zu setzen, das hat schon eine Weile gedauert und allein, ohne die Medlz (damals noch Nonets), hätte ich wohl noch etwas länger gebraucht.

 

TO GO: Welchem Ziel bist Du gefolgt?

Ich hatte damals kein konkretes Ziel, außer machen! ;o) Heute sieht das ganz anders aus, heute möchte ich mich musikalisch weiter entwickeln, sowohl beim Song schreiben, Klavier spielen als auch beim Texten und dabei vor allem ich selbst bleiben.

 

TO GO: Dann kamen die „Medlz“.

Ja, 1996 haben wir das erste Mal zusammen als “BAND“ gesungen, damals noch zu neunt. Wir waren alle Mitglieder des Philharmonischen Kinderchores und Freunde. Nachdem wir alle den Chor 1999 verlassen mussten, weil wir nun zu alt waren, haben fünf Mädchen aus dieser Band beschlossen, das weiterzumachen mit dem Ziel damit Geld zu verdienen. Ein davon war ich! Das war die offizielle Geburtsstunde der„ Medlz“.

 

TO GO: Bitte erzähl etwas zum Start der Formation, die ja bis heute aktiv ist.

Wie oben bereits erwähnt haben fünf von uns nach der Schule alles auf eine Karte gesetzt und los gings. Mit vielen Höhen und Tiefen haben wir uns durch die ersten 10 Jahre gekämpft und viel probiert, bis wir unseren eigenen Weg gefunden hatten. 2005 haben wir uns von „Nonets“ in „Medlz“ umbenannt und seitdem unseren Traum zielstrebig verfolgt. Heute können wir stolz auf 21 Jahre Bandgeschichte zurückblicken, in der wir uns im deutschsprachigen Raum mit Mund-gemachter und Genre-übergreifender Popmusik einen Namen gemacht haben.

 

TO GO: Konntest Du Dich hier schon zu 100% einbringen?

Ich sage mal, ich konnte mich zu 80 % einbringen. Da wir hauptsächlich covern ist ein Teil meines musikalischen Herzblutes auf der Strecke geblieben. Deshalb habe ich mich auch vor gut 10 Jahren dazu entschlossen noch ein Soloprojekt ins Leben zu starten, in dem ich auch diesem Teil von mir Gehör verschaffen kann.

 

TO GO: Das neuste MEDLZ Mitglied ist ex NO ANGEL-Sängerin Nadja Benaissa. Blendet man bei einer solchen Vergangenheit von Nadja diese aus und konzentriert sich nur auf die zukünftige Zusammenarbeit?

Nein, man blendet das nicht aus, im Gegenteil das ist total spannend und interessant. Jeder von uns hat damals diese Popstars-Staffel mitverfolgt und mitgefiebert. Ich finde es wundervoll Nadja jetzt auch persönlich kennenzulernen, ihre Geschichten zu hören und mit ihr Musik zu machen. Hätte man mir damals gesagt, dass sie mal bei uns singen würde, hätte ich wahrscheinlich ungläubig den Kopf geschüttelt. Sie ist eine unglaublich warmherzige, kluge und sehr musikalische Frau, mit der es Spaß macht zu arbeiten. Ich freue mich auf alles was wir noch zusammen erleben dürfen und das sich unsere Wege getroffen haben.

 

TO GO: Wo willst Du mit den MEDLZ noch hin?

Wohin auch immer es geht, das weiß man ja nie so genau und das macht es so spannend!

 

TO GO: Fällt es Dir schwer zwischen den Klängen der MEDLZ und Deiner Soloarbeit zu switchen?

Es sind durchaus zwei Welten, aber für beide schlägt mein Herz. Ich liebe es mit den Medlz zu singen und unseren Zuhörern die unglaublich große Welt der menschlichen Stimme zu zeigen. Auf der anderen Seite liebe ich es Songs zu schreiben, meine Geschichten zu erzählen und mit meinen Jungs Musik zu machen. Dort habe ich auch die Möglichkeit wieder Klavier zu. Das fetzt und hat eine komplett andere Energie. Ich bin unendlich dankbar dafür mittlerweile beides machen zu können.

 

TO GO: Wäre es manchmal nicht sinnvoll nur einen Weg zu verfolgen, um einfach noch intensiver das musikalische Vorhaben in die Welt zu tragen?

Wahrscheinlich schon, es ist ab und an tatsächlich kompliziert beides mit der gleichen Intensität zu verfolgen. Ich versuche es immer wieder, merke aber, dass ich da ab und an schon an meine Grenzen stoße.

 

TO GO: Dein erstes Soloalbum hast Du zusammen mit Rico Schwibs (LETZTE INSTANZ) produziert. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Ich habe Rico Schwibs über Benni Cellini kennengerlernt, der damals mit mir zusammen studiert hat. Musikalisch als auch menschlich waren Rico Schwibs und ich sehr auf einer Wellenlänge und dann lag es irgendwie auf der Hand mal was zusammen zu machen. So kam dann eines zum anderen und Schwubs hat er mein erstes Album produziert und aufgenommen. Er hat mir buchstäblich den nötigen „Tritt in den Hintern“ gegeben und meinem Soloprojekt somit Starthilfe gegeben.

 

 

 

TO GO: Hast Du auch mal daran gedacht mittelalterlichen Rock zu machen?

Nicht so wirklich, wenn dann hätte mich eher richtige Rockmusik gereizt, aber dafür bin ich jetzt zu alt..(lacht)

 

TO GO: „A ride on either side“ war Dein Solodebüt. Ging damit ein ganz besonderer Wunsch in Erfüllung?

Definitiv, es war der erste Schritt heraus aus meiner „Komfortzone“. Ich war nicht mehr nur eine von den Medlz, sondern Miss Rockester. Wer auch immer das genau war, dass konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau sagen. Das erste Album ist eine Bestandsaufnahme, ein Startpunkt. Dort läufst du los und deine eigene  musikalische Geschichte beginnt, deren Federführung du selbst in der Hand hast. Das ist spannend, irritierend und euphorisierend zugleich.

 

TO GO: Gab es darauf hin Neid in der MEDLZ-Band?

Nein, das glaube ich nicht.

 

TO GO: Warum hast Du einen neuen Künstlernamen gewählt für Deine Soloprojekte?

Ganz ehrlich, ich fand Silvana Mehnert als Künstlername nicht so cool.

 

TO GO: Wie kam es zu MISS ROCKESTER?

In dem Namen steckt alles wofür ich und meine Musik stehen. Meinem Künstlernamen stand eine Literaturfigur Pate, nämlich „Mister Rochester“ aus Charlotte Brontê`s Roman „Jane Eyre“. Zum einen steht er für meine Liebe zur Literatur, denn ich vertone leidenschaftlich gern Gedichte und zum anderen für die Mischung aus Rock-Pop und Orchestermusik, die beiden musikalischen Welten in denen ich mich zuhause fühle.

 

TO GO: Drei Jahre später kam mit „Songs, poems and stars“ Dein zweites Soloalbum. Was hat in den drei Jahren dazu geführt, dass Deine musikalische Ausrichtung wieder neue Komponenten gewonnen hat?

Das erste Album war eine Bestandsaufnahme und das Zweite war demzufolge der nächste Schritt. Ich habe mehr zu mir selbst gefunden, meine eigene musikalische Sprache entwickelt und mich allem hingegeben, was mich näher zu mir selbst gebracht hat. Herausgekommen ist ein sehr persönliches Album auf dem ich nun auch endlich wieder Klavier spiele.

 

TO GO: Das Schall Magazin sagte „wie gut dass Miss Rockester…noch ein Weilchen die Welt in Harmonie hält“. Fällt es schwer die Welt harmonisch zu gestalten, wo sie doch alles andere ist?

Deswegen mache ich Musik. Sie hat die Kraft über das gesprochene Wort hinaus auf ganz anderen Wegen zu berühren. Musik kann heilen, das konnte schon am Beispiel von Mozarts „Kleiner Nachtmusik“ bewiesen werden. Vielleicht ist die Musik oder die Kunst im Allgemeinen neben der Liebe das Schönste, was wir Menschen haben und miteinander teilen können. Sie ist in jedem Fall für mich die beste Religion. 

 

TO GO: Bist Di ein harmonischer Mensch?

Absolut. Ich brauche Harmonie in meinem Leben und hier und da auch ein bisschen Kitsch.

 

TO GO: Was bringt Dich aus der Fassung?

Ungerechtigkeit macht mir schwer zu schaffen und die Art und Weise wie einige Menschen mit unserem schönen Planeten umgehen.

 

TO GO: Was sollte lieber keiner von Dir wissen?

Na das kann ich ja wohl nicht sagen…sonst wissen es ja ALLE!

 

 

TO GO: Immer wieder gibt es Autobiografisches in Deinen Texten. Wie weit geht man da?

Soweit man kann, sich traut und was man preisgeben will. Die Menschen spüren es, wenn dein Herz in einem Song liegt, das macht ihn wahrhaftiger und darum geht es ja am Ende. Ich bin der Meinung, dass alle guten Songs so entstanden sind oder entstehen.

 

TO GO: Hilft Dir die musikalische Auseinandersetzung mit Deinem Leben oder Teilen daraus?

Ja, die Musik ist meine größte Konstante im Leben, meine große Liebe und mein Anker, wenn der Sturm des Lebens mal zu schwer über mich hereinbricht.

 

TO GO: Album Nummer 3 ist wieder anders als die Vorgänger. War das nach dem zweiten Album schon so geplant?

Ja, ich habe schon während der Aufnahmen zum zweiten Album mit dem Gedanken gespielt endlich meinen Kindheitstraum in die Tat umzusetzen.

 

TO GO: Bitte erzähle uns etwas über “diesen Moment”.

Dieser Moment ist ein ganz besonderes Album für mich. Ich habe mehr als drei Jahre daran gearbeitet. Hier habe ich es geschafft endlich meinen beiden musikalischen Welten zu vereinen. Ich liebe die Verbindung von Orchester und Beatmusik. Ich wollte immer das Beste aus beiden Welten miteinander verweben. Die große Dynamikbandbreite eines Orchesters mit der Klarheit und Präzision der Popmusik. Beide Genre können einen perfekte Symbiose miteinander eingehen und das habe ich versucht auf diesem Album umzusetzen.

 

TO GO: War dieses Album ein ganz besonderer Herzenswunsch?

Mehr als das, es war die Erfüllung eines Kindheitstraumes und ich kann es immer noch nicht fassen, das ich bzw. wir es geschafft haben. Ohne die Hilfen vieler wunderbarer Musikerkollegen und Freunde, wäre das nicht möglich gewesen. Ich danke jedem einzelnen von Herzen dafür!

 

TO GO: Der Wunsch mit einem Orchester ins Studio zu gehen, kam 2018 ans Tageslicht. Wie geht man mit dieser Idee um, die Orchestren dieser Welt einzubeziehen?

Man setzt einen Fuß vor den anderen. Seitdem ich angefangen habe an der Umsetzung dieser Idee zu arbeiten steht ein Karte auf meinen Schreibtisch mit den Worten:„Denke immer daran, wenn du aufgibst, wirst du nie erfahren, ob du nicht doch ans Ziel gekommen wärst“.  Also immer wenn ich Zweifel hatte, habe ich einen Blick auf diese Karte geworfen und dann ging es weiter.

 

TO GO: Wie geht man an eine aufwendige Produktion mit einem Orchester?

Tatsächlich habe ich als erstes einen Kostenvoranschlag gemacht, damit ich die Kosten ungefähr einschätzen konnte. Danach habe ich mir drei mögliche Finanzierungs-Modelle zurecht gelegt, die alle umsetzbar waren. Damit war der Grundstein gelegt. Als nächstes habe ich meine Musikerkollegen zu Rate gezogen, Orchesterarrangeure gesucht und eine Orchester mit dem ich die CD nicht nur aufnehmen, sondern auch live spielen könnte. Diese Organisationphase hat ungefähr ein Jahr gedauert und dann hatte ich alle Gewerke beisammen und es konnte tatsächlich losgehen.

 

TO GO: Bitte erzähle uns etwas über den Produktionsprozeß.

Während der Organisationphase habe ich alle 12 Songs für das Album fertig geschrieben. Als nächstes gingen alle 12  Songs zu gleichen Teilen an die beiden Arrangeure, Tim Jäkel und Andreas Goldmann, die unter meinen Vorgaben den Songs nun ihr orchestrales Gewand verpassen durften. Mit diesen Arrangements ging es dann zurück ins Studio, dort spielte die Miss Rockester Band zu den Orchestermidi-Spuren alle Songs in einer Vorproduktion ein. Anhand dieser Aufnahmen konnten wir hier und da noch die Arrangements optimieren und alles so bauen, dass es perfekt war. Erst dann haben wir mit der eigentlichen Produktion beginnen. Als erstes hat die Band alle Lieder eingespielt und dann kam das Orchester dazu. Nachdem alle 46 Musiker*innen aufgenommen waren, mussten wir die Spuren auswählen, säubern und dann ging es ans mischen. Allein das Mischen des Albums hat 2 Monate gedauert und man hätte locker noch einen Monat weitermischen können.

 

TO GO: Waren die Songs für dieses Projekt im Vorfeld schon klar?

Die Songs vom Album standen schon ein Jahr im Voraus fest. Das war auch wichtig, denn dann ging die Arbeit mit den Arrangeuren los, die unter meinen Vorgaben dann den jeweiligen Songs ein Orchestergewand verpassten.

 

TO GO: Wäre es nicht auch eine Herausforderung einige der Songs mal in einer reinen Rockversion aufzunehmen? Ich denke da zB an „Mein Fluss“.

Da habe ich noch nicht drüber nachgedacht, das werde ich hiermit tun.

 

TO GO: Ist das Album so geworden, wie Du es Dir erdacht hast?

Auf jeden Fall und an manchen Stellen hat es meine Erwartungen sogar übertroffen.

 

TO GO: Du hast während Corona Konzerte gegeben. War das leicht?

Nein, man musste viel beachten und selbst wenn alles geklärt war, hieß das noch lange nicht, dass in der nächsten Woche nicht doch wieder alles anders war. Sicher war man erst, wenn man auf der Bühne stand und das Konzert tatsächlich spielte. Diese Momente waren in diesem Jahr sehr selten, was sie tatsächlich sehr besonders aber auch so unwirklich gemacht hat.

 

TO GO: Was gab es an zusätzlichen Anforderungen?

Unglaublich viel, vor allem was die Hygienebestimmungen anbelangte. Zudem war es ja in jedem Bundesland anders geregelt und irgendwann wusste man nicht mehr was, wo, wie möglich und erlaubt war und was nicht. Ich muss aber sagen, dass alle Veranstalter in diesem Jahr übermenschliches geleistet haben, nur damit Kultur stattfinden kann und das hat mich wahnsinnig berührt.

 

TO GO: Hängt bei solch einer Tour nicht immer der Gedanke mit „morgen könnte alles anders sein und wir müssen wieder nachhause“?

Auf jeden Fall und wir haben im Vorfeld auch immer wieder innerhalb der Band darüber gesprochen. Umso unglaublicher war es, dass wir alle Gigs spielen konnten. Nach der Tour waren wir unendlich glücklich aber auch traurig, weil uns in diesem Moment so bewusst wurde, dass es unsere letzten Konzerte für unbestimmte Zeit waren.

 

TO GO: Du sagst selbst „diese Tour fühlt sich an wie ein Geschenk“.         

Das war sie auch „ein Geschenk“. Ich hatte ab und an das Gefühl, das ein Engel schützend seine Hand über unsere Tour hielt. In Zeiten wie diesen, lernt man solche Augenblicke noch mehr zu schätzen und es ist für mich eine der schönsten Erinnerungen dieses Jahres.

 

TO GO: Welches Geschenk wünschst Du Dir jetzt?

Das alle Kulturschaffenden diese Zeit überstehen, ihrer Passion treu bleiben können und auch in Zukunft ein Auskommen mit ihrer Berufung haben werden.

 

TO GO: Du sagst „In der Krise spüren wir, was uns fehlt“. Was fehlt Dir?

Soziale Kontakte, menschliche Nähe, KULTUR und Achtsamkeit

 

TO GO: Da Du musikalisch sehr vielfältig bist stellt sich die Frage, wo sind Deine musikalischen Grenzen?

Grenzen? Es ist besser keine aufzustellen, sondern einfach zu machen. In dem Fall halte ich mich auch in musikalischen Bereichen an den Gedanken „Take the path less travelled“ und schau wohin er dich führt.

 

 

TO GO: DEPECHE MODE wurden ja schon von Dir bearbeitet, warum nicht auch METALLICA?

Gute Frage…denk ich mal drüber nach!

 

TO GO: Gibt es einen Duettpartner den Du Dir solo wünschen würdest?

Ja, auf jeden Fall da gibt es genau drei Jared Leto, Christian Friedel und Dodie.

 

TO GO: Du bist von Herzen Dresdnerin, was fesselt Dich an der Stadt?

Eher Radebeulerin…;o) Ganz einfach, „Ich gehör hierher“, dieses Gefühl trage ich tief in meinem Herzen und kann es besser nicht beschreiben, als ich es in diesem Lied getan habe. Also am besten mal reinhören!

 

TO GO: Wie oft warst Du schon im Karl May Museum?

Schon unzählige Male!

 

TO GO: …und im Karl May Saloon?

Ganz ehrlich, da war ich noch nie…da habe ich wohl eine andere Stammkneipe.

 

TO GO: Was ist Dein Lieblingsort in Dresden bzw. Radebeul?

Oh, da gibt es unheimlich viele Altkö, die Elbe, die Weinberge, den Lössnitzgrund, aber allem voran sind es die Menschen die hier leben, die diesen Ort für mich so wertvoll machen.

 

TO GO: Welchen Ort könntest Du Dir außer Dresden vorstellen?

Neuseeland.

 

TO GO: 20 Jahre MEDLZ, 10 Jahre MISS ROCKESTER solo, Zeit für etwas Neues oder eher für die Festigungsphase?

Ich bin immer offen für Neues und ich werde auch weiterhin vieles probieren, das ist ja das Schöne an meinem Job.

 

TO GO: Woran arbeitest Du aktuell?

Ich nutze die Zeit und schreibe an Album Nr.4. Zudem ist mir ein wunderschönes Weihnachtsgedicht in die Hände gefallen, das ich gerade vertone.

 

TO GO: Letzte Worte

Nun ist ja auch bald Weihnachten, deshalb wünsche ich allen eine schöne Weihnachtszeit! Bleibt gesund, achtsam und danke für das schöne Interview!

 

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close