NACHTLEBEN WIRD STILL

Aufgrund der zunehmenden Fallzahlen an Corona-Infektionen hat die Politik in Berlin seit Samstag eine Sperrstunde für die Haupststadt verhangen. Damit kommt zum ersten Mal seit Ende des 2. Weltkriegs das Nachtleben in Berlin teilweise zum Erliegen. Alle Clubs müssen drei Wochen lang spätestens um 23 Uhr schließen.

Was letztes Jahr um diese Zeit noch undenkbar schien, dürfte kaum jemanden verwundern, der die letzten Wochen die Nachrichten verfolgt. Aufgrund der steigenden Corona-Fallzahlen insbesondere in der Hauptstadt, beschloss der Berlienr Senat eine strenge Sperrstunde. Bars, Clubs und Restaurants müssen dann zwischen 23 und 6 Uhr geschlossen bleiben. Einzige Ausnahmen sollen Apotheken und Tankstellen sein, wobei auch da der Verkauf von Alkohol verboten sein wird.

Zuvor war es zu einem massiven Anstieg der Neuinfektionen gekommen und die sogenannte Corona-Ampel sprang auf rot. Zahlreiche Stadtviertel wurden zu Hotspots erklärt.

Die neuen Beschränkungen treffen insbesondere die Event- und Clubkultur, aber auch das erotische Nachtleben der Stadt, das ohnehin unter den Schließungen und Beschränkungen der Pandemie zu leiden hatte. Viele Betreiber, Eigentümer und Veranstalter stehen vor dem Aus, andere sehen ihre Rücklagen dahinschmelzen.

Der RBB berichtet: »Auch für private Feiern in geschlossenen Räumen und Treffen im Freien gelten bald stärkere Einschränkungen. Künftig dürfen nur noch maximal zehn statt bisher 25 Personen an Feiern teilnehmen. Im Freien dürfen nachts höchstens fünf Personen aus unterschiedlichen Haushalten oder nur Personen aus zwei Haushalten gemeinsam unterwegs sein.«

Vorerst gelten die neuen Maßnahmen nur bis zum 31. Oktober, und es besteht eine kleine Hoffnung, dass sie danach wieder aufgehoben, so dass Infektionsgeschehen eingedämmt werden konnte. Wenn nicht, wird es für viele Nachtschwärmer, Gastronomen und Event-Veranstalter extrem schwierig.

Der Berliner Bürgermeister Michael Müller von der SPD wirbt um Verständnis für die harschen Maßnahmen: »Ich bitte Sie alle einzuordnen, wie die Situation wäre, wenn wir nicht entschlossen handeln. Wir würden in eine Situation kommen über kurz oder lang, wo wir noch ganz andere Maßnahmen ergreifen müssten in Richtung eines Lockdowns, wo es nicht Einschränkungen geben würde für die Gastronomie zum Beispiel, sondern überhaupt keine Möglichkeit mehr, gastronomische Betriebe aufrecht zu erhalten.«

Die neuen Regelungen für Clubs und Bars in Berlin werden das Nachtleben der Stadt stark also stark einschränken. Davon wird natürlich auch der beliebte Stripclub Rush Hour betroffen sein. Ab kommenden Samstag gelten auch dort neue Öffnungszeiten, von 16 bis 23 Uhr.

Allerdings, so die Crew des Rush Hour, wird es die exklusive und besondere Atmosphäre des Stripclubs weiterhin geben. Die Gäste können innerhalb der Öffnungszeiten weiterhin jede Menge erotischen Spaß erleben und für ein paar Stunden die Pandemie vergessen.

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