HINGEBUNGSVOLL

NIEMALS SELTEN MANCHMAL IMMER

(UPI)

Kinostart: 01 OKTOBER 2020

 

Die 17 jährige Autumn (Sidney Flanigan) lebt mit ihrer Mutter, deren Freund und ihrer kleinen Schwester in einer Kleinstadt in Pennsylvania/USA. Neben der High-School arbeitet sie wie ihre gleichaltrige Cousine in einem Supermarkt. Als ihre Periode ausbleibt, geht sie zum hiesigen Gesundheitscenter. Nachdem man mit sie mit einem gewöhnlichen Schwangerschaftstest, den man auch im Supermarkt hätte kaufen können, testet und anschließend einen Ultraschall bei ihr macht, wird festgestellt, dass sie seit ca. 21 Tagen schwanger sei. Die Ärztin des Gesundheitscenters übt gleich Druck auf sie aus um zu verhindern, dass sie eventuell abtreibt. Doch Autumn, die weiß wer der Vater sein könnte, möchte das Kind nicht behalten. Da in Pennsylvania minderjährige nur mit Einwilligung der Eltern abgetrieben werden kann, machen sie und ihre Cousine Skylar (Talia Ryder) auf nach New York um dort die Abtreibung vornehmen zu lassen. In New York angekommen, muss sie feststellen, dass ihre Schwangerschaft weiter fortgestritten ist und sie in eine New Yorker Spezialklinik gehen muss um abzutreiben. Die beiden Mädchen erleben zwei Tage der Odyssee durch New York, die sie für den Rest ihres Lebens prägen werden.

Die Regisseurin Eliza Hittman („Tote Mädchen lügen nicht“) geht mit ihrem dritten Film eines der umstrittensten und hart umkämpften Themen der USA an: Abtreibungen. Der Film erzählt die subtile und melodramatische Geschichte eines einfachen Mädchens, das ungewollt Schwanger geworden ist und versucht diese Schande zu verbergen. Die Regisseurin macht aus dieser Geschichte der beiden Mädchen einen melodramatisch-dokumentarischen Roadtrip. Die hochemotionale Geschichte lebt weniger von seinen Dialogen als von dem empathischen Verstehen der beiden Mädchen, dass ohne viele Worte auskommt und von den kleinen Gesten und Blicken der Protagonistinnen lebt. Ein wirklich sensationeller Film, der für den Zuschauer sehr verstörend wirkt und sehr nachdenklich macht. Es ist unmöglich von dieser hochemotionalen „leisen“ Geschichte nicht beeindruckt zu werden.

jens oliver marcks

 

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