AB HEUTE IM KINO

Master Cheng in Pohjanjoki

MFA+ Film Distribution

 Kinostart: 30.07.2020

Auf der Suche nach seinem finnischen Freund strandet der chinesische Koch und Witwer Cheng (Pak Hon Chu ) mit seinem Sohn in dem Café von Sirkka ( Anna-Maija Tuokkoin ) in Pohjanjoki im tiefsten Lappland. Die Besitzerin bietet den beiden Unterkunft und Hilfe an, seinen Freund zu finden. Im Gegenzug soll er ihr im Café helfen. Cheng, der mit der rustikalen finnischen Küche nichts anzufangen weiß, bringt  Sirkka und den Einheimischen die chinesische Küche nahe. Das anfängliche Misstrauen der verschrobenen Einheimischen in Pohjanjoki wandelt sich schnell zum freundlichen Miteinander. Aus dem einstmals verschlafenen Ort, wird mithilfe von Cheng  und seiner Kochkunst eine kulinarisch-touristische Sehenswürdigkeit. Auch die heilende Wirkung verschiedener Gerichte die Cheng zubereitet spricht sich schnell rum. So kann er schnell mit den Einheimischen Freundschaft schließen. Auch er und Sirkka kommen sich näher und Cheng ist in der Lage auch seine Traumata zu verarbeiten. Als er schließlich herausfindet, dass sein Freund seit einiger Zeit schon tot ist, steht er vor der Frage, ob er  nach China zurückkehren soll oder mit Sirkka und seinem Sohn in Pohjanjoki bleibt?

Der großartige finnische Regisseur und Drehbuchautor Mika Kaurismäki („ZOMBIE AND THE GHOST TRAIN“ 1991, „Helsinki Napoli All Night Long“, 1987) hat mit dem Film „Master Cheng in Pohjanjoki“ einen melancholisch-nachdenklichen „Feelgood-Film“ geschaffen, der die weite-melancholische und unberührten Landschaft Lapplands und seine „schrulligen“ Einheimischen genauso in Szene setzt wie das offene Herz derer die dort leben kombiniert mit der Jahrtausendealten philosophischen Tradition der chinesischen Kochkunst, die eigentlich unterschiedlicher nicht sein könnten. Wie in vielen anderen Filme der Brüder Mika und Aki, darf natürlich auch wieder nicht einer der Lieblingsschauspieler, Kari Väänänen, fehlen. Mika Kaurismäki zeigt uns in diesem Film, dass die Unterschiede der Kulturen eher minimal sind und wenn man sich mit offenen Herzen und Liebe begegnet man sich über die kulturellen Grenzen hinaus doch ähnelt. Dies ist durchaus als Kontrapunkt zu den heutigen oft auftretenden politischen Strömungen  einiger populistischen Politiker in Europa und Amerika zu sehen. Grade in dieser Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs ist Zusammenhalt wichtig und alles Teilende  sollte hinterfragt werden. Ein unterhaltsamer Film der wie eine leichte Sommerbrise das Herz eines jeden Menschen höher schlagen lässt. Herausragend auch der Score zu diesem Film der finnische Musik gekonnt mit den Klängen chinesischer Musikinstrumente verschmelzen lässt. SEHENSWERT!

Jens Oliver Marcks

 

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