HORROR DELUXE

MALIGNANT (WARNER BROS) 

KINOSTART: 02.09.2021

Die schwangere Madison (Annabelle Wallis) verliert nach einem brutalen nächtlichen Überfall ihren Ehemann und das gemeinsame ungeborene Baby. Doch da die Ermittler von einem Streit der Eheleute erfahren haben, wird sie als Tatverdächtigte nicht ausgeschlossen. Auch hat Madison seit diesem Vorfall Visionen und scheint mit dem Mörder, der sich „Gabriel“ nennt, „telepathisch“ verbunden zu sein.

Als die Visionen stärker werden, versucht sie mit Hilfe ihrer Schwester (Maddie Hasson) diesen Visionen auf den Grund zu gehen. Dabei muss sie erfahren, dass sie adoptiert wurde und das Grauen tief in ihrer Vergangenheit liegt. Gemeinsam gehen die beiden Frauen auf die Jagd nach dem Mörder.

WOW! Was für eine Tour de Force. Wenn der Kult-Horror Regisseur und Drehbuchschreiber James Wan einen Film dreht, darf man gespannt sein, was daraus wird. Abgesehen von dem etwas „langweiligen“ Puppenhorror „Dead Silence (2007)“ hat James Wan ein einmaliges Gespür, wenn es, wie bei den Horror-Reihen „SAW“, „INSIDIOUS“, „CONJOURING“ oder im großen Box-Office Kino, AQUAMAN der Fall ist, Franchisen anzustoßen, die bis heute in die neuere Horror-Genre-Filmgeschichte eingegangen sind, ohne dabei wirklich ein schlechtes Sequel oder ein Spin-off zu produzieren.

Auch bei „MALIGNANT“ könnte es ihm gelingen, einen völlig neuen Typus des übersinnlich-bösen Schlächters zu kreieren. Nachdem „Slasher-Revival“ von „SAW-SPIRAL“ setzt er bei „MALIGNANT“ noch eins drauf. Er bedient sich frech bei Cronenberg und der blutigen Tradition des gepflegt-italienischen Slasher Horrors eines Dario Argento, der für seine kompromisslosen „Inszenierungen des Tötens“ berüchtigt ist und mit Blut niemals geizte. Man merkt, der Regisseur und Drehbuchautor hat sich mit diesem Film selbst einen Herzenswunsch erfüllt hat und nutzt seine Stellung in den Warner Studios aus, für die er schon „Aquaman“ drehte, um allen Horrorfans diesen wahnwitzigen Film mit mehreren Twists zu „schenken“! Ungewöhnlich ist auch, dass er sich für den Aufbau der Geschichte doch einige Zeit lässt. Die ersten 40-50 Minuten wird der Zuschauer geschickt durch klassischen „Geräusch-Grusel“ und Splatter-Szenen in die Irre geführt, bis schließlich die wahnwitzige Auflösung dieses Streifens erfolgt. Untermalt von der einpeitschenden Musik seines Stammkomponisten Joseph Bishara, die uns bis zum Ende atemlos durch die extrem blutige Handlung „peitscht“, bekommen wir dann die überraschend-wahnwitzige Auflösung präsentiert. Da spielt es auch keine Rolle, dass die Schauspieler Annabelle Wallis (Madison), Maddie Hasson und George Young doch etwas trashig durch die blutreiche Handlung chargieren.

FAZIT: Mit „MALIGNANT“ hat James Wan wieder ein Meisterwerk zu Stande gebracht, dass das Herz eines jeden „Slasher-Horror-Fans“ höherschlagen lässt. A MUST SEE!

jens oliver marcks

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